Sony gibt das PC-Geschäft auf

PCWorkspace
sony-vaiopro-11

Es wird samt der Marke Vaio an den Investmentfonds Japan Industrial Partners verkauft. Das TV-Geschäft wird gleichzeitig in eine Tochtergesellschaft ausgelagert. Sony erwartet dadurch im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar. Außerdem sollen rund 5000 Stellen gestrichen werden.

Sony verkauft sein PC-Geschäft an den Investmentfonds Japan Industrial Partners (JIP). Der Konzern will sich künftig auf Smartphones und Tablets konzentrieren. Parallel nimmt der Konzern auch eine Restrukturierung seines TV-Geschäfts vor. Den Maßnahmen werden bis März 2015 voraussichtlich 5000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Außerdem drücken sie auf die Bilanz: Sony erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust von 110 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Dollar).

sony-vaio-pro-11

Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei schätzt den Verkaufspreis auf 40 bis 50 Milliarden Yen (391 bis 489 Millionen Dollar). Sony selbst hat keine Zahlen genannt. Dem Unternehmen zufolge wird nach Klärung der letzten Details bis Ende März eine definitive Übernahmevereinbarung mit JIP unterzeichnet. Traditionell beginnt bei japanischen Firmen das Geschäftsjahr am 1. April – bis dahin soll die Transaktion also unter Dach und Fach sein.

Derzeit ist vorgesehen, dass das PC-Geschäft inklusive der Marke Vaio und dem Kundendienst an ein von der Investmentgesellschaft zu gründendes Unternehmen übergeben wird. Dieses will sich zunächst auf den japanischen Markt konzentrieren und dort sowohl Consumer- als auch Business-PCs anbieten. Von den rund 1000 Mitarbeitern der PC-Sparte will JIP laut Sony 250 bis 300 übernehmen. Für die übrigen Angestellten will Sony nach Verwendungsmöglichkeiten in anderen Geschäftsbereichen suchen.

Um sein schwächelndes TV-Geschäft auf Vordermann zu bringen, will Sony es voraussichtlich bis Juli 2014 in eine Tochtergesellschaft auslagern. Diese soll sich dann verstärkt dem High-End-Segment mit 4K- sowie 2K-Modellen widmen und das Portfolio genauer auf die verschiedenen Märkte zuschneiden. Außerdem verschärft Sony sein seit November 2011 laufendes Sparprogramm. Bis Ende März 2015 sollen nochmals 5000 Stellen wegfallen, davon 1500 in Japan und 3500 im Ausland. Ziel dieser Maßnahmen sei es, die Gewinnstruktur der TV-Sparte zu verbessern und im Fiskaljahr 2014 in die Gewinnzone zurückzukehren.

Die Marke Vaio hatte Sony 1996 ins Leben gerufen. Zu seinen besten Zeiten lieferte es knapp 900.000 PCs und Notebooks pro Jahr aus. 2013 waren es nach Schätzungen von IDC unter 600.000 Stück.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Hightech-Firmen, die an der Börse notiert sind? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen