Stiftung Warentest: Smartphones mit Note gut gibt es ab 100 Euro

MobileSmartphone
Samsung Galaxy SIII Mini

In der Februar-Ausgabe der Zeitschrift “test” werden besonders das Samsung Galaxy S III Mini und das Huawei Ascend Y300 hervorgehoben. Das iPhone 5s ist ebenfalls “gut” – aber teuer. Mehr als 550 Euro sollte man nicht ausgeben: Darüber zahlen Kunden den Testern zufolge “nur noch für Namen und Design”.

Die Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift “Test” unter anderem 19 neue Smartphones unter die Lupe genommen. Dabei schneiden – wenig überraschend – teure Smartphones in der Gesamtbetrachtung tatsächlich auch am besten ab. Allerdings ist den Testern zufolge “ein teures Handy nicht automatisch ein besseres Handy”.

huawei-ascend-y300
Das günstigste noch mit “gut” bewertete Smartphone im Preis-Leistungs-Vergleich der Stiftung Warentest ist das Huawei Ascend Y300 (Bild: Huawei).

Die Grenze liegt dem “Test”-Artikel zufolge bei 550 Euro: “Ab diesem Preis zahlen Kunden oft nur noch für Namen und Design. Das Qualitätsurteil verbessert sich im Vergleich zu Handys, die knapp unter dieser Preisgrenze liegen, aber nicht.”

Bei den getesteten Geräten handelt es sich durchweg um Modelle, die spätestens Anfang November 2013 auf den Markt gekommen sind. Die wiederum hat Warntest mit seiner gesamten Testdatenbank für Smartphones verglichen und daraus Kaufempfehlungen für günstige Smartphones abgleitet.

In der aktuellen Testrunde hat das Samsung Galaxy Note 3 beim Testurteil mit der Note 1,8 am besten abgeschnitten. Ihm folgen dicht dahinter das LG G2 und das Galaxy S4 Active mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,9. Auf Rang vier landet das Nokia Lumia 1020 mit einer glatten 2, bei ihm haben die Telefonfunktion und der Akku nicht ganz überzeugt.

Am Ende des aktuellen 19er-Testfelds liegen das Nokia Lumia 625 (2,5), das Sony Xperia M (2,5) und das mit echter Tastatur ausgerüstete Blackberry Q5 (2,6). Bei allen drei konnte die Tester die Kamera nicht überzeugen, beim Lumia 625 und beim Xperia M zog zudem der Musikspieler die Durchschnittsnote nach unten und der Akku hätte beim Lumia 625 besser sein können.

Wer mit diesen kleinen Nachteilen leben kann bekommt aber auch hier ansonsten ganz ordentlich bewertete Geräte. Abgeschlagen im aktuellen Testfeld liegt das Alcatel One Touch Idol Ultra auf dem letzten Platz. Die Durchschnittsnote 3,7 trugen vor allem die lediglich als ausreichend bewertete Kamera und die mit mangelhaft eingestufte Stabilität bei.

Samsung Galaxy S III Mini
Von der Stiftung Warentest gelobt: Das Samsung Galaxy S III Mini (Bild: Samsung).

Im Preis-Leistungs-Vergleich aller von Warentest 2013 geprüften und dabei noch mit “gut” bewerteten Smartphones hat das Samsung Galaxy S III Mini die Nase vorn. Es wurde mit einer glatten 2,0 bewertet und ist bereits für gut 200 Euro zu haben. Das günstigste unter den in dieser Tabelle verglichenen Geräten ist das Huawei Ascend Y300, das es für rund 100 Euro gibt. Ihm kreiden die Warentester kleine Schwächen beim Fotografieren unter ungünstigen Lichtbedingungen und der Genauigkeit der GPS-Funktion an – dennoch bekommt es mit einem Durchschnitt von 2,5 gerade noch die Bewertung “gut”. Dazu tragen vor allem gute Leistungen bei Telefonie und Webnutzung sowie ein vernünftiger Akku bei.

Als Mittelklasse-Smartphone heben die Tester das allerdings nicht mehr ganz taufrische LG Optimus G hervor, dass es derzeit für knapp unter 300 Euro gibt. Es hat ebenso wie das iPhone 5s, das es erst ab 699 Euro gibt, die Bewertung “gut” erhalten. Diese Note bekam übrigens von den Testern auch das Google Nexus 5 (2,3), bei dem ihnen der Musikspieler nicht so gut gefallen hat.

Bestes Smartphone 2013 ist nach Ansicht der Stiftung Warentest das Samsung Galaxy S4. Bei den Windows-Phones empfehlen sie das Nokia Lumia 1020. Und von den 2013 getesteten Geräten das iPhone 5s – das allerdings insgesamt nur die viertbeste Note erhalten hat.

Der ausführliche Test der 19 aktuellen Smartphone und die komplette Übersicht zu den Siegern im Preis-Leistungs-Vergleich findet sich in der bereits am Kiosk erhältlichen Februar-Ausgabe der Zeitschrift test. Für eine Gebühr von 2,50 Euro ist der Artikel auch als PDF Online abrufbar.

Tipp: Kennen Sie die größten Technik-Flops der IT-Geschichte? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 14 Fragen auf silicon.de

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen