Apple will sich Druckmessung bei Touchscreens patentieren lassen

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Apple Logo (Bild: Apple/ITespresso)

Hierzu sollen drei bis vier Sensoren in der Display-Umrahmung Platz finden. Versehentliche Berührungen können damit einfacher identifiziert und von gewollten Eingaben unterschieden werden. Auch zwischen Ein-Finger-Eingaben und Multitouch-Gesten könnte das Mobilgerät dann leichter unterscheiden.

Das US-Patentamt hat einen von Apple gestellten Antrag zur Gesten- und Touch-Eingabeerkennung durch Druckmessung veröffentlicht. Demnach plant der Konzern, drei bis vier Drucksensoren pro Display in die Bildschirmumrandung zu integrieren. Diese sollen dazu beitragen, dass das Gerät besser unterscheiden kann, ob es sich um eine beabsichtigte Eingabe oder eine versehentliche Berührung handelt.

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Laut Antrag würde der nächstgelegene Sensor versuchen, sowohl den Druck als auch den “Centroid” genannten Druckpunkt einer jeden Berührung zu erfassen. Generell sorge diese zusätzliche Messung für mehr Präzision bei der Eingabeerkennung.

In erster Linie lässt sich so leichter bestimmen, ob der Nutzer gerade eine Ein-Finger-Eingabe oder aber eine Multitouch-Geste durchführt. Ein Daumen, der das Gerät nur am Rand der berührungsempfindlichen Fläche festhält, würde somit als nicht zur Eingabe gehörend erkannt. Zudem ließe sich eine Geste, die außerhalb des sichtbaren Bildschirmbereichs beginnt, mit Sensoren einfacher als solche interpretieren.

Laut Apples Patentantrag könnte die Technik nicht nur auf Smartphones, sondern auch für Notebooks, Musik-Player sowie portable Spielkonsolen zum Einsatz kommen. Das bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass das Unternehmen plant, solche Geräte selbst zu entwickeln.

Touchscreens zählen zu den Schwerpunktbereichen in Apples Forschung. Der Konzern beantragt daher immer wieder Patente auf diesem Gebiet. Diese betreffen sowohl die Displaytechnik als auch den Software-Unterbau. 2012 entwickelte Apple etwa das Konzept eines mehrlagigen Touchscreens, der bei Berührung haptisches Feedback gibt und darüber hinaus Höhen und Tiefen nachbilden kann. 2013 wurde ein Antrag bekannt, der die “Gestenbasierte Navigation von Content-Objekten” zum Thema hatte. Dabei handelte es sich um Ansätze für einen leichteren Umgang mit Browser-Tabs auf einem Touchscreen.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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