Kostenloser IBAN-Finder hilft bei der Umstellung auf SEPA

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IBAN Finder (Bild: Abelsoft)

Die Umstellung muss bis zum 1.Februar erfolgt sein. Der IBAN-Finder soll Unternehmen dabei unterstützen, indem er aus bestehenden Kontodaten von Geschäftspartnern IBAN und BIC berechnet. Die Software ist kostenlos erhältlich. Eine Studie zeigt, dass erst gut die Hälfte der Unternehmen auf SEPA umgestellt haben.

Der kostenlos erhältliche IBAN-Finder soll Unternehmen helfen, die richtige IBAN und BIC von Geschäftspartnern zu ermitteln, sollten sie diese noch nicht erhalten haben.
Dafür benötigt die Software lediglich Kontonummer und Bankleitzahl. Aus diesen berechnet der IBAN-Finder automatisch die entsprechende IBAN und den BIC.

IBAN-Finder (Bild: Abelsoft)

Im Gegensatz zu webbasierten IBAN-Tools wird der IBAN-Finder auf dem eigenen Rechner ausgeführt. Damit müssen Unternehmen die sensiblen Kunden- und Geschäftspartnerdaten keiner Website anvertrauen. Der IBAN-Finder von Abelsoft ist kompatibel zu Windows XP, Vista, 7, 8 und 8.1. Die Software steht kostenlos zum Download bereit.

Eine ähnliche Funktion bietet auch der DateiCommander in der Version 15. Der All-Round-Dateimanager berechnet ebenfalls aus Kontonummer und Bankleitzahl die für die SEPA-Umstellung benötigten IBAN und BIC. In der Vollversion ist der DateiCommander 15 für einen Preis von 29,95 erhältlich. Auf der Website des Herstellers steht eine 60-Tage-Testversion zur Verfügung. Die Software läuft auf Windows XP, Vista, 7 und 8, jeweils in 32 oder 64 Bit-Edition.

Die Frist zur Umstellung auf das SEPA-Verfahren läuft am 1. Februar 2014 aus. Die Europäische Kommission gewährt zwar eine sechsmonatige Übergangsfrist. Damit sollen bis zum 1. August für Banken und Zahlungsdienstleister keine Strafzahlungen bei vom SEPA-Format abweichenden Zahlung anfallen. Dennoch sollten sich Unternehmen jetzt schleunigst um die Umstellung kümmern.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat schon auf SEPA umgestellt

Einer Studie der Universität Regensburg zum Thema SEPA-Umsetzung in Deutschland zufolge nutzen 48 Prozent der befragten Unternehmen eine Umrechnungs-Software ihrer Bank. 38 Prozent nutzen Programme von anderen Anbietern. Fast ein Drittel der Befragten erkundigt sich direkt beim Kunden nach IBAN und BIC. 2 Prozent haben noch keinen Plan, wie sie die neuen Kontodaten ermitteln sollen.

Fast die Hälfte der Unternehmen setzen Umrechnungs-Software ihrer Bank ein. (Bild: ibi research an der Universität Regensburg)
Fast die Hälfte der Unternehmen setzt Umrechnungs-Software ihrer Bank ein (Bild: ibi research an der Universität Regensburg).

Mit der Umstellung auf SEPA sind laut der Studie 53 Prozent der kleinen Unternehmen bereits fertig. Bei den mittleren Unternehmen sind es 58 Prozent und bei den großen sogar 61 Prozent. 11 Prozent der befragten kleinen Unternehmen wissen noch gar nicht, wann sie die SEPA-Umstellung abschließen werden.

Die Studie zeigt zudem, dass jeder fünfte Online-Shop aufgrund von SEPA kein Lastschriftverfahren mehr anbieten will. 651 Unternehmen nahmen von Ende 2013 bis Januar 2014 an der Umfrage teil. Unternehmen, Behörden und Verbände waren die Zielgruppe der Studie.

Obwohl die Frist am 1.Februar abläuft, haben fast die Hälfte der Unternehmen noch nicht auf SEPA umgestellt (Bild: ibi research an der Universität Regensburg).
Obwohl die Frist am 1. Februar abläuft, haben fast die Hälfte der Unternehmen noch nicht auf SEPA umgestellt (Bild: ibi research an der Universität Regensburg).

Tipp der Redaktion: Die EU-Richtlinie SEPA soll den Zahlungsverkehr in Europa vereinheitlichen und beschleunigen. Unternehmen müssen dazu ihre Software und IT-Systeme anpassen. ITespresso bietet einen schnellen Überblick, wie die SEPA-Umstellung gelingt.