Rapide One: 3D-Drucker für den Schreibtisch kommt im März

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Kostengünstiger 3D-Drucker Rapide One. (Bild: Rapide 3D)

Einstecken und drucken, das verspricht Rapide 3D mit seinem 3D-Drucker Rapide One. Mit einer Crowdfunding-Kampagane auf Indiegogo sammelte das Unternehmen derzeit die Mittel für die Serienproduktion ein. Das Funding-Ziel wurde bereits erreicht. Für knapp 2500 Dollar ist der Drucker erhältlich.

Kostengünstiger 3D-Drucker Rapide One. (Bild: Rapide 3D)

Ab März will Rapide 3D einen kostengünstigen 3D-Drucker für den Heimbetrieb und kleine Firmen auf den Markt bringen. Der Rapide One soll ein Einstiegsgerät werden, das keine lange Einarbeitungszeit benötigt.

Die Mittel für die Serienproduktion sammelte die Firma derzeit über eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo. Knapp 90.000 Dollar haben die Entwickler bislang bekommen und damit das Ziel von 50.000 Dollar bereits weit übertroffen. Die Aktion läuft noch bis zum 25. Januar 2014.

Im Gegensatz zu anderen 3D-Druckern soll der Rapide One den Entwicklern zufolge ein Plug-and-Play-Gerät sein. Es reicht, einfach den Druckauftrag zu starten. Der Druckvorgang muss Rapide 3D zufolge nicht mehr überwacht werden. Damit sollen auch Reihen von Druckaufträgen möglich sein, wodurch der 3D-Drucker auch für kleine Firmen interessant wird.

Damit der Druckvorgang nicht von außen beeinflusst werden kann, ist der Drucker vollständig geschlossen. Gegenstände oder Körperteile können so nicht in den Druckbereich gelangen.

Das Druckmaterial kann entweder per Hand in den Rapide One eingeführt werden oder aus einer Druckerpatrone kommen. Somit lassen sich Farbe und Material einfach wechseln. Zum Drucken kann Material von jedem Anbieter genutzt werden. Druckerpatronen sind aber auch direkt von Rapide 3D zu beziehen. Drei Patronen werden dort zum Preis von 65 Dollar angeboten.

Rapide One kann Gegenstände mit einer Dicke von 100 Mikrometern drucken. Dabei können die Objekte bis zu 170 mal 170 mal 170 Millimeter messen. Der 3D-Drucker ist dem Hersteller zufolge zu jeder Open-Source-Drucksoftware, also etwa Repiter oder Replicator G, kompatibel.

Der 3D-Drucker misst 53,2 mal 44,9 Zentimeter und ist 34,5 Zentimeter hoch. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und Plexiglas. Rapide One verfügt über einen USB-Anschluss und einen SD-Kartenleser. Unterstützt werden Betriebssysteme ab Windows 7, ab Mac OS X 10.6 sowie ab Ubuntu 12.04.

Auch wenn die Australier von Rapide One nun mit ihrer Crowdfunding-Kampagne publikumswirksam für ihr Produkt getrommelt haben, muss sich doch erst noch zeigen, ob ihr Gerät im Einsatz dann wirklich so viele Alleinstellungsmerkmale aufzuweisen hat. Beispielsweise bietet die Firma iRapid mit ihrem 3D-Drucker BLACK bereits ein nach Angaben der Kölner ebenfalls schreibtischtaugliches Gerät für 999 Euro an, das nahezu pannen- und wartungsfrei arbeite, also auch den von Rapide One erhobenen Plug-and-play-Anspruch erfüllt.

Der BLACK kann bis zu 100 Millimeter pro Sekunde verarbeiten. Er druckt per Schmelzschichtung bei einer Schichtdicke von mindestens 0,05 Millimetern, kann aber auch auf 100 Mikrometer, 200 Mikrometer, 250 Mikrometer und 300 Mikrometer eingestellt werden. Er misst 50 mal 35 mal 40 Zentimeter und wiegt 9 Kilogramm.

Im Dezemebr hat German RepRap zudem für Februar den lediglich 799 Euro kostenden NEO angekündigt. Das würfelförmige 3D-Druckgerät hat eine Kantenlänge von 33 Zentimetern. Es ermöglicht Modelle mit einem Druckvolumen von 150 mal 150 mal 150 Millimetern. Auch der NEO wird als komplett montiertes, einsatzbereites Gerät geliefert.