iBeacon-Technologie hält Einzug im Einzelhandel

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Die Ära der Kundenkarten könnte bald zu Ende sein. Smartphones und die iBeacon-Technologie sollen sie im Einzelhandel ersetzen – zumindest wenn es nach dem Hamburger Anbieter Yoints geht. Er bietet über Bluetooth-Sender Kunden im Einzelhandel Prämien und Rabatte an, demnächst auch in Deutschland.

Das Hamburger Start-up Yoints bringt die iBeacon-Technologie im Februar in den deutschen Einzelhandel. Das Punktesammeln über eine eigene Kundenkarten könnte damit bald Vergangenheit sein. In Zukunft sollen Kunden Bonuspunkte vielmerh direkt über ihr Smartphone sammeln.

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Dafür reicht es Yoints zufolge, den Laden zu betreten oder Produkte zu scannen. Die iBeacon-Sender schicken dann automatisch via Bluetooth ein Signal an das Smartphone. Zudem könnten Kunden auf Sonderangebote direkt in ihrer Nähe hingewiesen werden. Dafür benötigen sie dann allerdings die für Android und iOS demnächst verfügbare Yoints-App. Ab Februar soll ein Test in einer norddeutschen Drogerie-Kette starten.

Die Technologie stammt von Apple und basiert auf einem Sender-Empfänger-Prinzip. Als Signalgeber dient ein iBeacon – englisch für Signalfeuer. Dieser sendet regelmäßig Signale, die beispielsweise von Smartphones in Reichweite empfangen werden können. Befinden sich mehrere solcher iBeacons in Reichweite eines Mobilgerätes, lässt sich dadurch auch die Position bestimmen.

Anhand dieser Positionsbestimmung ließen sich beispielsweise gezielt standortgebundene Informationen auf dem Smartphone anzeigen. Im Falle von Yoint und dem Einzelhandel sind es unter anderem Sonderangebote oder Bonus-Aktionen. Welcher Inhalt zu welchem Zeitpunkt und in welcher Filiale auf die Smartphones gesendet wird, kann jedes Unternehmen selbst entscheiden. “Dem Einzelhandel eröffnen sich dadurch zahlreiche neue Wege zur wirtschaftlich sinnvollen Kundenansprache“, erklärt Sarik Weber, Managing Partner von Yoints.

Die Technik ließe sich aber auch anderweitig nutzen, etwa für Stadtführungen. An interessanten Orten angebracht, würden iBeacons Touristen zum Beispiel Details zur Geschichte und Hintergrundinformationen auf ihr Smartphone übermitteln.

Die iBeacon-Technologie setzt Bluetooth Low Energy ein. Momentan wird dieses Verfahren von iOS7 und Android ab Version 4.3 unterstützt. Die iBeacon-Module sollen über eine Reichweite von bis zu 30 Metern verfügen. Apple stattet seit vergangenem Jahr seine Stores in den USA mit dieser Technik aus.

Interessierte Unternehmen können sich auf der Website von Yoints für die Nutzung der Technologie bewerben. Die iBeacon-Technologie von Yoints lässt sich zudem in Hannover auf der CeBIT vom 10. bis 14. März genauer begutachten.




In einem Video bei Youtube erklärt Yoints die Funktionsweise seines Konzepts an einem Beispiel.

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