Trendnet kündigt Powerline-Adapter mit 1000 MBit/s an

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Trendnet TPL-420E2K Powerline-Kit

Das Adapter-Kit TPL-420E2K verwendet erstmals alle drei Leitungen im Stromkreis. Es schafft laut Hersteller doppelt so hohe Übertragungsraten wie bisherige Powerline-Sets und kann dadurch mit Gigabit-Ethernet mithalten. Es soll ab Juni in den Handel kommen.

Trendnet wird im Juni das Powerline-Adapter-Kit TPL-420E2K zu einem Preis von 170 Dollar auf den Markt bringen. Das hat der Hersteller auf der CES in Las Vegas angekündigt. Der UVP für Deutschland steht noch nicht fest, Interessenten können jedoch den üblichen Gepflogenheiten von US-Firmen zufolge mit einem Preis zwischen 159 und 169 Euro rechnen.

Trendnet TPL-420E2K Powerline-Kit

Besonderheit des Powerline-Kits TPL-420E2K ist, dass es nach dem Standard Powerline 1000 – auch als HomePlug AV2 bezeichnet – arbeitet. Der nutzt Multiple Input Multiple Output (MIMO). Dieses von WLAN mit unterschiedlichen Frequenzen her bekannte Prinzip nutzt alle drei Leitungen im Stromkreis. Bei Powerline werden Informationen jeweils über die zwei schnellsten der drei verfügbaren Leitungen gesendet. Die Technologie soll so im Idealfall mit Gigabit-Ethernet gleichziehen können.

Im Powerline-Umfeld bedeutet das eine Verdopplung der bisher üblichen Übertragungsraten. Powerline 1000 ist abwärtskompatibel zu Powerline 500 und 200 oder HomePlug-AV-Produkten.

Das von Trendnet angekündigte Set aus zwei Adaptern basiert auf Qualcomms Chipset QCA7500. Einmal eingesteckt, nehmen sie automatisch Verbindung auf. Dazu nutzen sie ein verschlüsseltes Signal. Für besseren Schutz sollten Anwender aber die Synchronisierungstasten drücken, um so die standardmäßig für die Chiffrierung genutzten Schlüssel zu ändern.

Laut Hersteller ist eine spezielle Installation nicht erforderlich. LED-Anzeigen informieren den Nutzer über den Status und die Stromversorgung. Im Bereitschaftsmodus reduziert sich Trendnet zufolge die Leistungsaufnahme um bis zu 70 Prozent. Da Powerline-Adapter in der Regel immer eingeschaltet sind, sollen so die Betriebskosten reduziert werden.

Da die Hersteller von Powerline-Adaptern alle auf eine geringe Anzahl an Chipanbietern zurückgreifen, ist damit zu rechnen, dass bis Juni die Konkurrenz vergleichbare Adapter vorzuweisen hat. Als Wettbewerber sind im deutschsprachigen Raum vor allem das Aachener Unternehmen Devolo zu nennen, außerdem sind aber auch AVM, Belkin, D-Link, TP-Link und Zyxel in dem Markt aktiv.

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