LinkedIn geht gegen professionelle Profilsammler vor

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LinkedIn (Grafik: LinkedIn)

Die Unbekannten griffen seit Mai 2013 täglich hunderttausende Profile ab. Sie nutzten dafür auf EC2 gehostete Bots. Die könnten ihnen nun zum Verhängnis werden: Laut LinkedIn lässt sich die Identität der Datensammler nämlich per Anfrage bei Amazon leicht ermitteln.

LinkedIn hat eine Klage gegen Unbekannte eingereicht, in der es ihnen vorwirft, in großem Umfang Mitgliederdaten eingesammelt zu haben. Das Soziale Netzwerk fordert mit der Klage unter anderem Schadenersatz. Die Identität der Profilsammler könne leicht ermittelt werden, indem sich die Behörden an Amazon wenden, heißt es darin.

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Mit der Sammlung der Profildaten sei bereits im Mai 2013 begonnen worden, sie sei aber bis in dieses Jahr hinein fortgesetzt worden. LinkedIn zufolge wurden dazu “tausende” falsche Profile erstellt, in die sich dann Bots einloggten, um an Informationen zu kommen und sie auf Amazon-EC2-Systemen zu speichern.

Die Bots sollen jeweils hunderttausende Profile am Tag abgerufen haben. Es gelang ihnen auch, eine Reihe von Schutzmaßnahmen wie Captcha-Tests und das System zu umgehen, das die Zahl der Aktionen eines einzelnen Nutzers eigentlich auf ein vernünftiges Maß eingrenzen soll, um automatisierte Zugriffe zu entdecken. Auch LinkedIns System, das eigentlich wiederholte Zugriffe von einer einzelnen IP-Adresse verhindern soll, konnte sie offenbar nicht aufhalten. Die falschen Profile habe LinkedIn inzwischen identifiziert und entfernt. Außerdem seien zusätzliche Abwehrmaßnahmen ergriffen worden.

Der Klage zufolge wurde nicht nur gegen LinkedIns Nutzungsbedingungen verstoßen, sondern auch gegen den Computer Fraud and Abuse Act sowie den Digital Millennium Copyright Act. Schadenersatz hält LinkedIn für berechtigt, weil die Effizienz seiner Plattform gemindert worden sei. Die Datensammlung schmälere zudem den Wert der Personal-App LinkedIn Recruiter.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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