Wurfkamera Panono hat Crowdfunding-Ziel erreicht

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Das aus einem Studentenprojekt hervorgegangene Unternehmen Panono hat sein Crowdfunding-Ziel auf Indiegogo vorzeitig erreicht: Bislang sind 1,173 Millionen Dollar zusammengekommen, anvisiert waren 900.000. Interessenten können sich noch bis Samstagabend für 499 Dollar eine der ersten Panorama-Ball-Kameras sichern.

Die Entwickler der Wurfkamera Panono haben auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo erfolgreich nach Geldgebern gesucht: Das selbstgesteckte Ziel von 900.000 Dollar wurde vorzeitig erreicht. Derzeit haben die Berliner rund 1,173 Millionen Dollar auf dem Konto, die Kampagne endet am Samstagabend.

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Jonas Pfeil, einer der Entwickler, mit der Ballkamera Panono (Screenshot: ITespresso bei Youtube).

Bis dahin können sich Interessenten für 499 Dollar noch eine der Panono-Kamera aus der ersten Produktionscharge sichern. Sie müssen allerdings etwas Geduld mitbringen: Ausgeliefert werden soll sie frühestens im September 2014.

Die drei Berliner Björn Bollensdorff, Jonas Pfeil und Qian Qin hatten das Produkt als Studenten an der TU Berlin entwickelt. Mit der Wurfkamera lassen sich 360-Grad-Panoramaaufnahmen erstellen. Der Kameraball wird dazu einfach in die Luft geworfen. Die Aufnahme wird auf dem Scheitelpunkt des Flugs automatisch ausgelöst. Die Kamera erkennt das daran, dass sie dann für einen Augenblick in ihrer Bewegung innehält.

Die einzelnen Linsen nehmen dann Bilder auf, die von einer Software zusammengefügt werden. Da alle Kameramodule gleichzeitig auslösen, kann das Gerät sogar bewegte Szenen fotografieren. Die Qualität war zu Beginn schon ordentlich, sie wurde durch den Ausbau auf 108 Megapixel inzwischen noch verbessert.

Für ihr Konzept wurden die drei Studenten bereits zur IFA 2012 bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie getragenen Wettbewerb “IKT innovativ” als einer der fünf Hauptpreisträger ausgezeichnet. Sie erhielten damals eine der mit jeweils 30.000 Euro dotierten Hauptpreise als Startkapital für eine Unternehmensgründung. Für die Produktion und Vermarktung der Kamera reichte das aber nicht.




In einem Video bei Youtube stellen die Panono-Entwickler ihre Idee ausführlich dar.

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