LG-Phablet mit gebogenem Display ab Februar erhältlich

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Das G Flex wird in Deutschland zunächst ausschließlich von Vodafone angeboten. Der Preis des Geräts soll erst später genannt werden. Das Phablet bietet neben einer Snapdragon-800-CPU und 2 GByte RAM unter anderem auch Android 4.2.2.

Das Ende Oktober von LG präsentierte Phablet G Flex wird im Februar auch in Deutschland erhältlich sein. Dann kommt das Android-Smartphone mit dem gekrümmten Display zunächst exklusiv bei Vodafone in Silber in den Handel. Wieviel es kosten soll, wird allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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Das 6-Zoll-Display des G Flex ist im Gegensatz zum Samsung Galaxy Round nicht um die Längs-, sondern die Querachse gebogen (Bild: LG).

Im Gegensatz zum Konkurrenzgerät Samsung Galaxy Round ist der OLED-Bildschirm des G Flex allerdings um die Quer-, statt um die Längsachse gebogen. Das 6 Zoll große Display löst dabei 1280 mal 720 Pixel auf, während das Galaxy Round 1920 mal 1080 Bildpunkte auf einem 5,7 Zoll großen Screen liefert.

Genau wie beim gewölbten Samsung-Smartphone ist das im G Flex integrierte Display zwar flexibel, aber dennoch fest im Gerät verbaut. Daher lässt es sich nicht noch weiter verbiegen. Aufgrund der Krümmung soll das LG-Phablet besser in der Hand liegen als gewöhnliche Handys und sich während des Telefonierens auch besser an die Gesichtskonturen des Nutzers anpassen. Das gleiche Argument führt allerdings auch Samsung als Begründung für die entlang der Längsachse verlaufende Wölbung seines Galaxy Round an.

Unter der Haube des G Flex werkelt – genau wie im Inneren des Galaxy Round – der aktuelle Vierkernprozessor Snapdragon 800 (MSM 8974) von Qualcomm. Dieser taktet mit 2,26 GHz und beinhaltet einen Adreno-330-Grafikchip. Im Vergleich zum Samsung-Äquivalent steht der CPU mit 2 GByte DDR3-RAM jedoch 1 GByte weniger Arbeitsspeicher zur Verfügung. Die interne Speicherkapazität beläuft sich aber – ebenso wie beim Galaxy Round – auf 32 GByte.

Die Auflösung der rückseitigen Hauptkamera entspricht mit 13 Megapixeln ebenfalls der des Samsung-Smartphones. Sie wird durch eine 2,1-Megapixel-Frontkamera ergänzt. Drahtlose Internetanbindung besteht beim G Flex entweder über LTE, HSPA+ sowie im WLAN nach dem aktuellen Standard 802.11ac. Funkverbindungen mit anderen Geräten geht das LG-Phablet per Bluetooth 4.0 oder NFC ein. Ebenfalls an Bord ist ein USB-3.0-Anschluss.

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Mit 6 Zoll ist das gekrümmte G-Flex-Display zwar etwas größer als das des Galaxy Round, löst mit 1280 mal 720 Pixeln aber auch geringer auf (Bild: LG).

Der fest verbaute Akku des G Flex ist ebenfalls gewölbt und verfügt mit 3500 mAh über eine Kapazität, die – im Vergleich zum Galaxy Round – um 700 mAh höher ist. Die konkrete Laufzeit des Stromspeichers ist bei beiden Geräten jedoch nicht bekannt.

Lautstärkeregler und Power-Knopf befinden sich auf der Rückseite. Neu ist eine sogenannte “selbstheilende Gehäuseoberfläche”. Dabei handelt es sich um eine rückseitige Beschichtung, die kleine, aus dem Alltagsgebrauch resultierende Kratzer verschwinden lässt.

Das G Flex nutzt als Betriebssystem ein von LG angepasstes Android 4.2.2, wohingegen die Samsung-Konkurrenz auf das neuere Android 4.3 Jelly Bean zurückgreift. Zahlreiche Sonderfunktionen sollen dem Nutzer – wie beim G2 – die alltägliche Bedienung des Smartphones erleichtern. Die sogenannte “Answer-Me”-Funktion kommt etwa dann zum Einsatz, wenn der Anwender das Gerät ans Ohr hält. In diesem Moment stellt sie automatisch den Klingelton leiser und nimmt den Anruf entgegen. Das Feature “Plug & Pop” öffnet selbständig passende Anwendungen, sobald es erkennt, dass USB-Kabel oder Kopfhörer ans Phablet angeschlossen werden. Mittels “Knock on” ist es möglich, das Handy durch zweimaliges Antippen des Displays aus dem Ruhezustand aufzuwecken.

Ähnlich wie Samsungs aktuelle Galaxy-Smartphones bietet das G Flex auch einen Zweifenstermodus, bei dem das 6-Zoll-Display für effizienteres Multitasking in zwei separate Bereiche geteilt wird. “QTheater” erlaubt schnellen Zugriff auf Fotos, Videos und Youtube direkt vom Lockscreen aus. Dazu muss der Nutzer nur mit zwei Fingern eine Wischgeste entlang der Biegung des Bildschirms nach außen durchführen. “Swing Lockscreen” passt den Sperrbildschirm-Hintergrund automatisch an die Ausrichtung des Geräts an. Die LED auf der Rückseite zeigt durch verschiedene Farben mehrere verpasste Anrufe von derselben Person (rot), den Status der Gesichtserkennung (grün) und den Start des Selbstauslösers (blinkend) an.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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