Intel will die Marke McAfee aufgeben

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mcafee-intel (Bild: McAfee)

Das Logo bleibt jedoch erhalten und auch den Geschäftsbereich Security will der Chipkonzern weiterführen. Intel-CEO Brian Krzanich kündigte auf der CES in Las Vegas sogar an, Grundfunktionen der bisherigen McAfee-Software, insbesondere für Mobilgeräte mit Android und iOS, künftig kostenlos anzubieten.

Intel wird den Markennamen McAfee Security in den kommenden Monaten nach und nach aufgeben. Das hat CEO Brian Krzanich in seiner Ansprache auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas in einer Nebenbemerkung durchblicken lassen. Die Sicherheitssparte des Konzerns heißt demnach künftig Intel Security. Am Angebot soll sich zumindest zunächst jedoch nichts ändern.

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Das Logo von McAfee Antivirus, den roten Schild, will Intel aber vorerst beibehalten. Der Konzern rechnet damit, für die Umstellung rund ein Jahr zu benötigen. Details sollen in den nächsten Monaten folgen. Krzanich kündigte aber bereits an, dass man einige Grundfunktionen, vor allem für Mobilgeräte mit Android und iOS, künftig kostenlos anbieten werde. Im Lauf des Jahres werde eine App namens Intel Device Protection eingeführt, die vor allem Nutzern Schutz biete, die ihr persönliches Smartphone oder Tablet für die Arbeit nutzten.

Seit der Übernahme von Intel hat sich der McAfee-Bereich darauf konzentriert, seine Software so anzupassen, dass sie sich für Embedded-Lösungen eignet. Zwar wurden die zuvor angebotenen Produkte nicht aufgegeben, sie gerieten aber in der Wahrnehmung bei den Kunden etwas ins Hintertreffen. Außerdem war es offenbar schwierig, die vor der Übernahme durch Intel erworbenen Programme unter einen Hut zu bringen und daraus kohärente Angebote für Unternehmen zu entwickeln. Alte Mitbewerber, die in den vergangenen zwei, drei Jahren weniger mit sich selbst beschäftigt waren sowie gerade im Bereich Mobile Device Managment und BYOD neue Konkurrenten waren hier schneller und erfolgreicher.

Der noch vom Firmengründer John McAfee stammende Name dürfte Intel allerdings auch wegen dessen Eskapaden ein Dorn im Auge gewesen sein. Der exzentrische Unternehmer hatte den Security-Anbieter 1987 gegründet und 1994 verlassen. In den vergangenen zwei Jahren machte er vor allem durch Querelen mit Polizei und Behörden in Mittelamerika, durch seinen Hang zum Umgang mit Waffen und in seinem Blog verbreitete Verschwörungstheorien auf sich aufmerksam.

Im Dezember hatte John McAfee dann dazu aufgerufen, einen neuen Namen für die von ihm gegründete Firma vorzuschlagen: Er sah seinen guten Namen durch die seiner Meinung nach schlecht geführte Firma geschädigt. Vorschläge wurden bis ersten Februar erbeten, dem Gewinner versprach er in einer weiteren Provokation gegenüber Intel eine Jahreslizenz von Norton Antivirus sowie einen Restaurantbesuch in der Stadt seiner Wahl.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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