HP streicht mehr Stellen als bisher bekannt

JobsKarriere

Dass bei HP weltweit Zehntausende von Angestellten ihre Jobs verlieren, stand schon lange fest Der hohe Druck des Marktes zwingt die Kalifornier nun dazu, weitere Stellen abzubauen. Damit sollen nun 34.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

hp-logo-aufspaltung-300Die Anzahl der Arbeitspätze, die HP streichen muss, erhöht sich um weitere 5000, womit nun 34.000 Stellen eliminiert werden. Dies hat das Unternehmen in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht mitgeteilt.
Darin heißt es: “Aufgrund von anhaltenden geschäftlichen Zwängen wird HP voraussichtlich weitere 15 Prozent dieser 29.000 Stellen eliminieren, in der Summe also 34.000 Stellen. Darüber hinaus erwartet HP auch 15 Prozent der Kosten in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar oder 4,1 Milliarden Dollar zusätzlich aufbringen zu müssen”, heißt es in dem Jahresbericht. Die anfallenden Kosten für die Restrukturierung wolle man bis Ende des Finanzjahrs 2014 abschreiben.

CEO Meg Whitman hatte schon vor langer Zeit eine Strategie gestartet, die auf mehrere Jahre verteilt die Menge Arbeitsplätze verringern sollte, um die strauchelnde Firma wieder auf Kurs zu bringen.

Im Mai 2012 hatte das Unternehmen zunächst 27.000 Entlassungen angekündigt. Einige Monate später im September 2012 erhöhte HP die Zahl auf 29.000. Nun muss Whitman noch einmal nachbessern und erhöht die Entlassungen ein weiteres Mal. Schon seit 2009 wird bei HP am Personal gekürzt, damals in Deutschland mit einer Streikwelle bei der 2008 zugekauften EDS (jetzt HP Enterprise Services) verbunden. Diesmal ist allerdings eher davon auszugehen, dass der Bereich der Konsumentenprodukte mehr betroffen ist.

Die bisher erfolgten Entlassungen scheinen dem Unternehmen wenigstens ein Stück weit beim Turnaround geholfen zu haben. Mit den Quartalszahlen Ende November konnte HP die Erwartungen von Analysten übertreffen. Der Umsatz des Computerherstellers schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 29,1 Milliarden Dollar. Nach einem Nettoverlust von 6,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr erwirtschaftete HP nun einen GAAP-Gewinn von 1,4 Milliarden Dollar. Der Non-GAAP-Gewinn, der einmalige Ausgaben nicht enthält, ging jedoch um 14 Prozent auf 2 Milliarden Dollar oder 1,01 Dollar je Aktie zurück.

Das Geschäftsjahr 2013 schloss HP mit einem Gewinn von 5,1 Milliarden Dollar (2012: Nettoverlust 12,7 Milliarden Dollar) und Einnahmen von 112,4 Milliarden Dollar (minus 7 Prozent) ab. Schulden reduzierte der Hersteller um 1,3 Milliarden Dollar auf 16,6 Milliarden Dollar.

Im ersten Fiskal rechnet HP mit einem Non-GAAP-Aktiengewinn zwischen 0,82 und 0,86 Dollar. Die Prognose der Wall Street liegt bei 0,85 Dollar. Im Fiskaljahr 2014 soll der Überschuss 3,55 bis 3,75 Dollar betragen, was den bisherigen Schätzungen des Unternehmens entspricht. Analysten gehen von 3,65 Dollar aus. Ein Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2014 nennt CEO Whitman “unwahrscheinlich“.

[mit Material von Martin Schindler. Silicon.de]

Tipp: Was wissen Sie eigentlich über Hewlett-Packard? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen