Gesetzesvorschlag für einheitliches EU-Mobilladegerät fertig

MobilePolitik
EU-Parlament Straßburg

Die Europäische Union konnte sich durchringen, einen kleinsten gemeinsamen Nenner für einen Charger juristisch festzulegen. Sein Nachteil: Die Schnellladefunktionen vieler proprietärer Systeme sind hier nicht abgedeckt. So wird nicht nur Apple weiterhin eigene Aufladegeräte anbieten, die effektiver sind als der Standard.

Barbara Weiler EU-SPD
Barbara Weiler meldet den gütlichen Abschluss und eine schriftlche Festlegung eines EU-Standards für universelle Ladegeräte. (Bild: Barbara Weiler)
Die Abstimmung über die halbherzige Gesetzesvorlage zum neuen Akkucharger-Standard findet im März 2014 statt. Lange mussten die EU-Parlamentarier Druck ausüben, um die Vorgaben für einen freien Wettbewerb bei Ladegeräten und die Verringerung von Elektroschrott zu erkämpfen. Wird die Einführung einheitlicher Ladegeräte beschlossen, haben die EU-Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit die Richtlinie in ein nationales Gesetz umzusetzen. Ein weiteres Jahr wird den Herstellern eingeräumt, ihre Geräte mit einem einheitlichen Ladegerät anzubieten.

Die SPD-Europa-Abgeordnete Barbara Weiler verkündet nun, dass ein entsprechender Text nach langen Verhandlungen in die “Richtlinie über Funkanlagen” aufgenommen wurde, die sich vor allem mit Funkfrequenzen beschäftigt. Der Ladestandard ist im Grunde also nur Beiwerk.

Zudem schreibt die Regel Mechanismen nach USB2-Standard mit 2,5 Watt Ladestrom vor. Weitaus mehr Strom in kürzerer Zeit können jedoch USB3 und spezielle eigene Standards von Apple oder Samsung übertragen.

Einige Geräte transferieren sogar bis zu 10 Watt, um Smartphones und Tablets schnell wieder mit ausreichend Akkustrom zu versorgen. Trotz Vorschrift wird es also weiterhin viele nicht kompatible Alternativen geben.

Umfrage

Wie halten Sie´s mit der Mobilfunktechnik LTE?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen