Offene Groupware-Lösung Kolab jetzt in Enterprise-Version 13

Open SourceSoftware
Kolab Enterprise 13

Mit dem Open-Source-Projekt Kolab produzierte das gleichnamige Schweizer Unternehmen ein Kollaborations-Tool, das auf offenen Standards beruht. Die Alternative zu Systemen wie Exchange, Notes oder auch Google Docs gibt es auch in professioneller, kostenpflichtiger Unternehmensversion mit ein paar Funktionen mehr.

Kolab ist eine Entwicklung mit offenen Quellcodes. Die Profiversion 13 wurde jetzt freigegeben. Das Ziel, die Versionsnummer der Enterprise-Edition mit dem Veröffentlichungsjahr zu benennen, hat Kolab damit gerade noch erreicht.

Die Community-Variante erreichte im Januar 2013 Version 3 und integrierte bereits zahlreiche offene Elemente wie KDE-Oberfläche unter Linux, Windows und Mac, den E-Mailer Mozilla Thunderbird und viele weitere Open-Source-Lösungen. Die neue Generation der Enterprise-Variante läutet der Hersteller mit einer Version für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ein und kündigt die Umsetzung auf etliche weitere Betriebssysteme in naher Zukunft an.

Kolab Enterprise basiert auf Kolab.org 3.1, ist nahezu vollständig Open Source, enthält jedoch noch weitere Funktionen und Dienstleistungen. Kolab Enterprise 13 für RHEL bietet plattformübergreifende, mobile und BYOD-Umsetzung von gemeinsamer Arbeit mit E- Mail, Kalendern, Aufgaben und Datei-Cloud, Adressbüchern sowie Verzeichnisdiensten mit tausenden von Einträgen. Alle wichtigen Smartphones, Tablets, Windows und Mac OS X werden unterstützt.

Kolab Screens

Als Teil seines erweiterten Angebots für Geschäftskunden bietet Kolab Systems neueste Kryptographie-Algorithmen zur Absicherung der Kommunikation, “Defence in Depth”-Konzepte unter Einbeziehung der aktuellsten OpenFlow-Technologien und einige weitere Entwicklungen an.

Wie bei Fedora und Redhat gebe es auf der einen Seite eine experimentierfreudige Community, die Vieles ausprobiert und auf der anderen Seite eine professionelle Entwicklung, die sich auf Stabilität, Vorhersagbarkeit und Nachhaltigkeit konzentriere, erklärt das Unternehmen.

Nutzer von Kolab Enterprise 13 können Komponenten auswechseln und etwa beim Webserver zwischen Apache und NGINX wählen oder die SQL-Datenbankplattform beliebig aussuchen. Für ISPs und Provider stehen Whitelabel-Angebote für die Abrechnung bereit.

Kolab Enterprise ist ein Software-Abonnement mit Service Level Agreement (SLA). Die Software muss auf Servern des Kunden installiert und gewartet werden. Kolab Systems bietet Unterstützung für diese Aufgaben an.

Der Kolab Enterprise Server kostet 15 Schweizer Franken pro Nutzer pro Jahr. Die Preise in Euro werden aus dem aktuellen Wechselkurse errechnet oder von ISPs und VARs festgelegt. ActiveSync kostet zusätzlich 5 CHF pro User im Jahr. Minimum sind 10 Anwender.

Enthalten ist ein Service Level Agreement mit einer Reaktionszeit von einem Geschäftstag. Es enthält aber keine Support-Tickets für den Server. Die Tickets lassen sich in Paketen einkaufen und können entweder mengen- oder zeitabhängig abgerechnet werden; zu einem Pauschalpreis von knapp 15.000 Schweizer Franken kann die Reaktionszeitgarantie auf vier Stunden gesenkt werden.

Für 24-Sunden-Rund-um-die-Uhr-Dienste mit 1 Stunde Reaktionszeit sind einmalig rund 111.000 CHF fällig. So sind Profi-Massenanbieter genauso abgedeckt wie kleine Unternehmen, die die kostenfreie Community Edition nutzen wollen und mit dem Support durch die Open-Source-Gemeinde zufrieden sind.

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