Axis erneuert sein Angebot an PTZ-Kameras für Profis

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Axiscams Q60-Serie

Die Überwachungskameras der Serie Q60 erhalten sowohl im Indoor- als auch im Outdoor-Bereich Zuwachs. Die insgesamt neun neuen Modelle bereichern Videofunktionen, Auflösungen, Steuermöglichkeiten und Zoom-Reichweiten. Alle Neuheiten sind technische Updates bisheriger Modelle.

Axis Communications hat seine Serie Q60 mit sogenannten Pan/Tilt/Zoom-Kameras (PTZ-Kameras) um mehrere Modelle für großflächige Überwachung erweitert. Die Lichtempfindlichkeit der neuen Modelle ist fast dreimal so hoch wie bei den meisten Standard-HDTV-Kameras, erklärt der Hersteller. Um Vibrationen im Bild zu verringern, hat Axis allen Erneuerungen vorhandener Geräte zusätzlich eine elektronische Bildstabilisierung verpasst.

Axis-Q60-PTZ-Models
Die Neuzugänge bei Axis Communications sind alle im “Dome”-Design gehalten (Bild: Axis).

Die Q6042/-E/-C erhöht ihre D1-Auflösung (zeichnet also VGA-Realzeitvideos auf) und bringt den Zoomfaktor bis auf´s 36fache. Die Q6044/-E/-C erreicht eine 720p-Auflösung und 30-fachen optischen Zoom, die Q6045/-E/-C erhöht ihre Videoauflösung auf 1080p bei 20-fachem optischen Zoom.

Eine “Defogging”-Funktion erkennt Nebel in der Szene automatisch und filtert ihn digital heraus, um das Videobild klarer zu machen. Mit zusätzlich integrierten Videoanalysefunktionen wie Highlight-Kompensation, womit helle Lichtspots innerhalb der Szene zur einfacheren Betrachtung abgeschwächt werden, Zaun-Detektion, Objektzähler und Ein-/Ausgangserfassung sollen die Aufnahmen aussagekräftiger und vielfältiger nutzbar werden.

Ein neuer Chipsatz in den Überwachern steigert die Rechenleistung bei diesen Analysen und automatischen Bildanpassungen. Das ARTPEC-4 Chipset verringert zudem das Bildrauschen, passt Helligkeitswerte an, schärft Aufnahmen und übernimmt die Videokomprimierung nach dem Standard H.264. Allen Q60-Kameras hat der Anbieter zudem eine Erschütterungserkennung spendiert: Sie kann nach der mechanischen Erkennung von Vandalismus oder Erdbebenerschütterungen einen Alarm auslösen.

Die Tag-/Nacht-Funktion der Kameras ist jetzt feiner justierbar, so dass Bediener festlegen können, wann die Kamera automatisch zwischen dem Tag-Modus (mit Videoaufnahmen in Farbe) und dem Nacht-Modus (mit Videoaufnahmen in Schwarz/Weiß) umschalten soll, damit bei geringer Beleuchtung das Infrarotlicht genutzt werden kann.

Die Außenbereichskameras Q6042-E, Q6044-E und Q6045-E sind um einen besseren Überspannungsschutz ergänzt worden. Sie erfüllen damit nun auch die Normen EN/IEC 61000-4-5, EN 55024, EN 50121-4 (Bahn) und IEC 62236 (Bahn).

Zu den Neuerungen bei den mechanischen Steuerungen gehören kontinuierliches Schwenken der IP-Cam um 360 Grad und das präzisere Schwenken/Neigen mit hoher Geschwindigkeit von bis zu 450 Grad pro Sekunde. Der Blick in die Ferne ist durch die weitaus größeren Zoomfaktoren als bei den Vorgängermodellen möglich. Um Rundgänge von Personen durch Technik zu ersetzen, lässt sich außerdem die Ausrichtung der Kameras auf bis zu 256 voreingestellte Positionen automatisiert regelmäßig abfragen.

Die für den Außenbereich geeigneten Modelle “-E” und “-C” mit der Klassifizierung IP66 und NEMA 4X sind geschützt gegen Staub, Regen und Schnee. Sie starten selbst bei minus 40 Grad oder plus 75 Grad Celsius zuverlässig. Dies erfüllt den Standard MIL-STD-810G.

Die Kameras erhalten allesamt ihren Strom über den Netzwerkanschluss (Power over Ethernet). Sie speichern die aufgenommenen Videos wahlweise auf Full-Size SD/SDHC/SDXC-Speicherkarten oder streamen sie per HTTPS-Verschlüsselung ins Netz. Die Preise dr Profi-Überwacher werden vom Handel festgelegt und liegen zwischen 2000 und 3500 Euro.

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