PipesBox soll die Smart-Home-Steuerung vereinfachen

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Die PipesBox will unterschiedliche Gerätestandards miteinander verbinden. (Bild PipesBox)

Mit der offenen Plattform sollen intelligente Geräte mit unterschiedlichen Funk-Standards miteinander kommunizieren können. Auch eine Wenn-Dann-Funktion soll sie ermöglichen. Registriert beispielsweise ein Bewegungsmelder eine Bewegung, schaltet sich nicht nur das Licht ein, sondern eine Kamera lädt auch ein Bild in einen Cloud-Speicher hoch.

PipesBox vom gleichnamigen Start-up ist eine offene Smart-Home-Plattform, mit der Smart-Home-Geräte einfach und von überall aus gesteuert werden können. Dabei soll in Zukunft der verwendete Funk-Standard keine Rolle spielen. Für Zugriff und Steuerung der Smart-Home-Geräte soll nur eine App erforderlich sein.

Die PipesBox will unterschiedliche Gerätestandards miteinander verbinden. (Bild PipesBox)
Die PipesBox will unterschiedliche Gerätestandards miteinander verbinden (Bild PipesBox).

Momentan unterstützt PipesBox den Funk-Standard Z-Wave, die WLAN-Lampe Philips Hue und eine D-Link-IP-Kamera. Dazu kommen eine Vielzahl von Internetdiensten wie Dropbox, Facebook oder Wetterdienste. Die PipesBox verfügt über einen USB-Anschluss für weitere Geräte.

Die PipesBox wird in unterschiedlichen Varianten auf den Markt kommen, die auf spezielle Bereiche ausgerichtet sind. Dazu zählen unter anderem Sicherheit und Energie. Das “Sicherheitspaket” für 250 Euro umfasst neben der PipesBox und der entsprechenden App, einen Fenster- und Tür-Sensor sowie eine Kamera mit Bewegungserkennung. Somit kann man zum Beispiel auch von unterwegs aus prüfen, ob man die Fenster geschlossen hat, sollte ein Unwetter aufziehen.

Das “Energiepaket” für einen Preis von 199 Euro enthält neben Box und App, eine intelligente Steckdose zum Fernschalten. Mit dieser lässt sich nicht nur der Stromverbrauch messen, sondern könenn auch Geräte per Smartphone gesteuert´werden. Wer Energie und Sicherheit verbinden will, kann für 399 Euro das “PipesBox Deluxe Paket” kaufen.

Per App lassen sich die Geräte auch von untwregs aus steuern. (Bild: PipesBox)
Per App lassen sich die Geräte auch von untwergs aus steuern (Bild: PipesBox)

Die Web-App ist für iOS, Android und Windows Phone sowie für jeden Browser auf dem Computer verfügbar. Mit der App lassen sich die smarten Geräte steuern.

Um Funktionen unterschiedlicher Geräte und Web-Dienste miteinander zu verknüpfen, steht dem Nutzer der Pipes Designer zur Verfügung. Per Drag-and-Drop lassen sich Wenn-Dann-Schleifen erstellen, die dem Hersteller zufolge mit einem Klick aktiviert werden können. Zudem können die Programme mit anderen PipesBox-Nutzern geteilt werden. Zum Beispiel verbindet man die Funktion “Bild aufnehmen” einer Kamera mit der Funktion “Datei hochladen” von Dropbox. So entsteht eine Pipe, die ein Bild bei Dropbox hoch lädt.

Die geteilten Programme sind über den Pipes Market für alle Nutzer zugänglich. Geplant ist, dass dort unterschiedliche Apps, etwa zum Stromsparen, angeboten werden. Für Entwickler soll ein SDK zur Verfügung stehen, um vollwertige Apps programmieren zu können.

Die Kommunikation zwischen App und smarten Gerät läuft über eine kleine Box, die eigentlich PipesBox. Von unterwegs aus baut die Box eine gesicherte Verbindung zu einem in Deutschland stehenden Server auf.

Das Projekt befindet sich noch in der Finanzierungsphase. Die Entwickler sammeln auf der Crowdfunding-Website Startnext derzeit 60.000 Euro für die Marktentwicklung. Knapp 12.000 Euro sind bereits zusammengekommen. Die Kampagne läuft noch bis zum 12. Januar 2014

Die geplante Auslieferung der ersten PipesBox gibt der Hersteller mit März 2014 an. Der Preis variiert je nach Variante zwischen 140 und 1500 Euro. Zusätzlich Steckdosen sind für 65 Euro und weitere Fenster- und Türsensoren für 49 Euro erhältlich.