Archos steigt bei Ruggedized-Spezialist Logic Instrument ein

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Damit schließen sich zwei bisher in unterschiedlichen Segmenten des Marktes für Mobile Computing tätige französische Firmen zusammen. Die Marke Archos soll auch weiterhin für Consumer-Produkte, Logic Instrument für Profi-Produkte stehen. Allerdings erhofft man sich Vorteile durch die gebündelte Einkaufsmacht sowie Synergien bei Produktentwicklung und Vertrieb.

Archos steigt bei dem ebenfalls französischen Mobile-Computing-Anbieter Logic Instrument mit einer Mehrheitsbeteiligung ein. Während Archos seine Stärken im Bereich von Android-Geräten für Verbraucher hat, ist Logic Instrument auf Firmenkunden mit Spezialanforderungen ausgerichtet, die man bislang vor allem – aber nicht ausschließlich – mit Windows-basierenden Geräten beliefert.

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Das Notebook Tetranote-MS13 mit Windows 8 ist das aktuellste Profi-Notebook von Logic Instrument (Bild: Logic Instrument).

Endgültig beschlossen werden soll der Deal auf einer gemeinsamen Aktionärsversammlung am 23. Januar 2014. Vollzogen wird die Transaktion im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Vorgesehen ist die Ausgabe von 2,2 Millionen Optionsanleihen im Wert von je 1,62 Euro. Die Besitzer haben dann die Möglichkeit, zwischen 1. Juni 2014 und 30. Juni 2017 neue Logic-Instrument-Aktien zum Wert von 3 Euro zu erwerben.

Die Archos-Gruppe zeichnet mindestens 70 Prozent davon. Die 2,2 Millionen neuen Aktien repräsentieren 48,9 Prozent des Stammkapitals von Logic Instrument, dass sich so nahezu verdoppeln wird. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre.

“Diese Übernahme schafft flexible Strukturen für die besonderen Ansprüche im Enterprise-Mobilty-Segment. Diesen Wachstumsmarkt können wir nun mit effizienten Lösungen bedienen, während Archos seinen starken Focus auf Unterhaltungselektronik behält”, erklärt Archos-Chef Loïc Poirier.

Fieldbook E1
Das Fieldbook E1 war das erste Android-Tablet von Logic Instrument (Bild:Logic Instrument).

Poirier zufolge bringt Archos in die Partnerschaft hohe Produktionskapazitäten und ein breit gefächertes Portfolio an Android-basierten Tablets, Smartphones sowie Connected Objects ein. Auch habe man Know-how im Android-Bereich und weltweite Niederlassungen und Vertriebsstrukturen.

Logic Instrument als Spezialist bringt dagegen über 20 Jahre Erfahrung im Geschäft mit Kunden aus Industrie und Militär sowie die dadurch gewonnene Expertise in der Entwicklung von Produkten mit hohen Anforderung an robuste Bauweise und Schutz vor Umwelteinflüssen ein. Seien Stärken im Vertrieb liegen beim B2B-Support, in Wartung und Service.

Im Frühjahr 2013 hatte Logic Instrument begonnen, mit Android-basierenden Ruggedized-Tablets zu experimentieren. Grund dafür war die Hoffnung, Geräte deutlich günstiger anbieten zu können. Das damals vorgestellte Modell Fieldbook E1, ein robustes 10-Zoll Tablet mit Android kam zum Preis von 1424 Euro plus Mehrwertsteuer auf den Markt. Vergleichbare Ruggedized-Windows-Systeme, waren da nicht unter 2000 Euro zu haben, bei Logic Instrument erst ab 2200 Euro.

Fieldbook E1

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Anschlüsse des Fieldbook
Das Fieldbook E1 verfügt über alle nötigen Anschlüsse: Ethernet, USB und das in Industrie-Anwendungen übliche serielle RS232.
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