AVM liefert letzten ISDN-Controller der Serie B1 aus

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25 Jahre nach der Markteinführung stellt AVM die Produktion seines ersten Produkts ein. Es wurde 400.000mal verkauft. Support bietet AVM noch bis Ende 2014. Und mit der Fritz!Card PCI hat er immer noch ein ISDN-Produkt im Programm.

AVM hat die Produktion der aktiven ISDN-Karte B1 eingestellt. Sie war 1988 das erste Produkte, mit dem das Berliner Unternehmen an den Markt gegangen ist und wurde seitdem gut 400.000mal verkauft. Support für den ISDN-Controller bietet AVM noch bis Ende 2014 an.

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Grund für das Aus ist die mangelnde Nachfrage, da Telekommunikationsfirmen ihre ISDN-Netze nach und nach auf modernere Technologien wie IP-basierte Übertragungswege von Sprache umrüsten. Zudem sind laut AVM einzelne Bauteile des Controllers nicht mehr lieferbar.

Im Zeitalter des Übergangs von der analogen zur digitalen Kommunikation kam der ISDN-Controller B1 zum Beispiel bei Firmen wie der Steuerberatungsgenossenschaft Datev oder der Postbank zum Einsatz. Sie bauten damit Weitverkehrsnetze auf und konnten zwischen den Standorten faxen und Daten austauschen.

Die B1 war das erste kommerzielle Produkt, das den CAPI 2.0 -Standard unterstützte. Die standardisierte, herstellerübergreifende COMMON-ISDN-API 2.0 Schnittstelle wurde von allen verbreiteten PC-Betriebssystemen unterstützt, von DOS 2.11 bis zum Microsoft Server 2012 auf Basis von Windows 8. Sie gilt laut AVM bis heute als Referenzimplementation.

Für die ISDN-Produktfamilie wird es von AVM keinen direkten Nachfolger mehr geben. Ganz endet mit dem Aus für die B1 die ISDN-Ära bei AVM allerdings noch nicht: Die Fritz!Card PCI ist nun der letzte verbliebene ISDN-Dinosaurier im Angebot der Berliner.

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