SSD-Hersteller OCZ ist am Ende

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OCZ konnte den Verbindlichkeiten eines Kreditvertrags nicht mehr nachkommen. Der Risikokapitalgeber Hercules hat daher sein Geld aus der Firma geholt. Nun übernimmt wahrscheinlich Toshiba die verbliebenen Vermögenswerte.

Der heute vor allem durch SSDs bekannte Hersteller OCZ ist insolvent. Es konnte die Konditionen eines Kreditvertrags nicht einhalten. Daraufhin hat der Risikokapitalgeber Hercules Technology Growth Capital seine Mittel zurückgefordert. Damit sitzt OCZ nun auf dem Trockenen.

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Dem US-Unternehmen liegt jedoch ein Angebot von Toshiba vor, das im Rahmen eines Konkursverfahrens fast alle Vermögenswerte übernehmen will. Laut OCZ sind die Verhandlungen nahezu abgeschlossen. Allerdings soll sich Toshiba beispielsweise noch verpflichten, alle Angestellten zu übernehmen. Zudem muss das Insolvenzgericht Toshibas Angebot nach einer vom US-Insolvenzrecht vorgeschriebenen Versteigerung als höchstes und bestes ansehen.

Klappt alles wie geplant, will OCZ kurz nach dem Abschluss der Gespräche mit Toshiba und Hercules einen Insolvenzantrag stellen und die von einem Gericht beaufsichtigte Versteigerung durchführen. Scheitern die Verhandlungen mit Toshiba, geht OCZ sofort in Insolvenz gehen und wickelt den Geschäftsbetrieb ab.

Toshiba ist 2009 durch die Übernahme des Festplattengeschäfts von Fujitsu auch in den SSD-Markt eingestiegen. Und auch mit dem Aufkauf nicht mehr gewollter Bereiche von US-Firmen haben die Japaner Erfahrung: Im Februar haben sie von Western Digital Teile der 3,5-Zoll-HDD-Fertigung übernommen und im April 2013 IBM die Sparte Kassensysteme abgenommen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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