In Deutschland studieren mehr junge Menschen Informatik als je zuvor

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2013 haben sich über 52.000 Studierende für Informatik eingeschrieben. Das sind vier Prozent mehr als 2012. Auch das Interesse an Ausbildungsberufen im ITK-Bereich nimmt zu. Die Zahl der IT-Azubis klettert auf über 40.000.

In diesem Jahr haben sich erneut mehr Erstsemester an deutschen Hochschulen in Informatik eingeschrieben als im Vorjahr. Das hat der Bitkom auf Grundlage aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamts mitgeteilt. Die Zahl stieg um vier Prozent auf 33.700 an. Zusammen mit Studienfachwechslern lag die Zahl der Studienanfänger im ersten Fachsemester sogar bei über 52.000. Damit wurde das Rekordniveau der Jahre 2011 (48.423) und 2012 (50.898) etwas übertroffen.

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Die Erstsemester verteilen sich nahezu gleich auf Universitäten und Fachhochschulen. Im Wintersemester 2012/13 begannen 21.483 Schulabgänger ein Studium der Informatik an einer Universität, 21.184 an Fachhochschulen.

Ein Problem bleibt allerdings die mit fast 50 Prozent sehr hohe Abbrecherquote im Studienbereich Informatik. Nach Bitkom-Berechnungen kamen im vergangenen Jahr nur rund 17.000 Hochschulabsolventen aus den IT-Disziplinen auf den Arbeitsmarkt. Damit liegt die Absolventenzahl leicht über Vorjahresniveau (plus 3 Prozent).

Laut Bitkom nimmt auch die Zahl der Auszubildenden in IT-Berufen zu. Im Ausbildungsjahr 2013/14 überschritt sie die Marke von 40.000, teilte der Branchenverband unter Berufung auf Zahlen der Industrie- und Handelskammer mit. “Wenn wir den steigenden Bedarf an IT-Spezialisten mit derzeit knapp 40.000 unbesetzten Stellen in der deutschen Wirtschaft decken wollen, müssen wir allerdings noch mehr junge Menschen für unsere Branche begeistern”, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Auf dem IT-Ausbildungsmarkt standen im September 14.050 Bewerbern 12.532 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Das Verhältnis von 1,1 Bewerbern auf eine Ausbildungsstelle entspricht exakt dem Wert für den gesamten Ausbildungsmarkt in Deutschland. Damit gilt laut Kempf auch für das Ausbildungsjahr 2013/14: “Wer die notwendigen Voraussetzungen mitbringt und sich für eine Ausbildung in einem IT-Unternehmen entscheidet, hat allerbeste Startmöglichkeiten.”

Bei den Auszubildenden waren im Jahr 2012 erneut die Fachinformatiker mit 10.327 neuen Verträgen (plus 9,5 Prozent) am stärksten vertreten, gefolgt von 2857 Azubis in der Gruppe der kaufmännischen IT-Berufe (minus 3,3 Prozent). 1706 Ausbildungsverträge wurden mit angehenden IT-Systemelektronikern geschlossen – das ist bei diesen eher Hardware-orientierten Berufsbildern ein Rückgang um rund 9,6 Prozent.

Der Jahrgang 2013 könnte nach Einschätzung des Bitkom der anfängerstärkste im Studienbereich Informatik für längere Zeit werden. Mit bundesweit 513.000 Schulabsolventen, die über eine Fachhochschul- oder eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, wurde in diesem Jahr ein Rekordwert erzielt, der nach Einschätzung der Kultusministerkonferenz in den kommenden Jahren nicht mehr erreicht werden wird.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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