Messenger myENIGMA jetzt auch auf Deutsch

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Die App für verschlüsselte Nachrichten erhält ein erstes großes Update. Die Entwickler liefern eine deutsche Übersetzung und haben auch die Verwendung der App in öffentlichen WLAN-Netzen vereinfacht. Nutzer können beim weiteren Verbessern des Messengers helfen.

Nach den PRISM-Enthüllungen von Edward Snowden sind immer mehr Nutzer auf Sicherheit beim Austausch von Nachrichten bedacht. Der Messenger myENIGMA verspricht, dass gesendete Nachrichten nur vom autorisierten Empfänger gelesen werden kann. Im Juni veröffentlichten die Entwickler von Qnective aus der Schweiz erstmals die App für Android, iOS und BlackBerry. Jetzt gibt es das erste größere Update.

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Nutzer der App können die Systemsprache nun auf Deutsch umstellen. Zudem lassen sich in der neuen Version Nachrichten an Kontakte schicken, die den Messenger noch nicht verwenden. Um die verschlüsselte Nachricht lesen zu können, muss der Empfänger allerdings binnen einer Woche myENIGMA herunterladen. Außerdem werden ab sofort alle Kontakte aus dem Adressbuch auch in der App angezeigt.

Auch die Verwendung von myENIGMA in öffentlichen WLAN-Netzen hat das Unternehmen durch eine technische Anpassung vereinfacht. “In öffentlichen Netzen braucht es nur wenig technisches Know-How, um Chats oder Dateien von Smartphones abzufangen und mitzulesen”, so Oswald Ortiz, CEO von Qnective.

Qnective ermutigt seine Nutzer Verbesserungsvorschläge und Ideen für myENIGMA einzureichen. Das Unternehmen verspricht, jeden Wunsch auf Machbarkeit zu überprüfen. Dazu Ortiz: “Bei einer Messaging App ist die Zahl der User entscheidend. Wenn die myENIGMA-Community wachsen soll, müssen wir uns ständig weiterentwickeln und sind für Feedbacks der User immer offen.”

Der Messenger myENIGMA verspricht einen sicheren Nachrichtenaustausch durch End-to-End-Verschlüsselung. Nachrichten können nach eigenen Angaben auch nicht von Mitarbeitern des App-Entwicklers gelesen werden. Die Registrierung für den Dienst erfolgt über E-Mail und Mobiltelefonnummer. Der Abgleich der Telefonnummern aus dem Adressbuch erfolgt hash-anonymisiert. Die Server-Infrastruktur steht in der Schweiz.

Bis zu 30 Teilnehmer können einen sicheren Gruppen-Chat nutzen und Bilder, Videos (bis zu 20 MByte), Dateien und Audio-Aufnahmen austauschen. Kontakte können gesperrt und auf eine Blacklist gesetzt werden.

Der Messenger myENIGMA ist kostenlos für iPhone, Android und Blackberry verfügbar. Für nächstes Jahr plant Qnective kostenpflichtige Features oder Versionen.

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