LG will Steuerung von smarten Geräten erleichtern

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lg-electronics-logo (Bild: LG)

Haushalts- und Unterhaltungsgeräte werden immer intelligenter. Aber die Steuerung mit Smartphone oder Tablet bereitet noch Schwierigkeiten. Deshalb will LG die Steuerung smarter Geräten intuitiver gestalten. Wettbewerber wie Panasonic und Samsung setzen dazu auf Sprach- und Gestensteuerung.

LG will die immer intelligenter werdenden Haushalts- und Unterhaltungsgeräte stärker miteinander vernetzen und deren Steuerung vereinfachen. Den Schwerpunkt setzt das Unternehmen auf intuitive Bedienbarkeit der Funktionen. So lässt sich beispielsweise das LG G Pad 8.3 per App mit einem Smartphone koppeln. Und die Magic-Remote-Fernbedienung für Smart TVs von LG gibt dem Nutzer einen Mauszeiger für den integrierten Browser.

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Per QPair-App lässt sich das LG G Pad 8.3 mit einem Smartphone verbinden. Dann kann es die Datenverbindung des Handys nutzen, um unterwegs im Internet zu surfen. Zudem leitet die App Anrufe und Nachrichten vom Smartphone an das Tablet weiter. Fraglich bleibt aber, welchen Sinn es macht mit dem Tablet zu surfen, wenn man sowieso das Smartphone dafür benötigt.

Da bietet die Magic-Remote-Fernbedienung für LG-Smart-TVs mehr Komfort. Besonders bei der Verwendung des internen Browsers erlaubt die Magic Remote eine bessere Handhabung als die klassische Fernsehfernbedienung. Mittels eines Mauszeigers kann der Nutzer durch die Funktionen des Fernsehers navigieren und ähnlich wie am Computer im Internet surfen.

Was aber noch fehlt ist eine einfache Texteingabe. Momentan kann man nur auf einer Display-Tastatur jeden Buchstaben einzeln mit der Magic Remote auswählen. An einer Hardware-Tastatur kommt man nicht vorbei. Philips ist da bereits weiter: Die Niederländer bietet zu den Fernsehern der 7000er, 8000er und 9000er Serie eine Fernbedienung mit integrierter Tastatur.

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Magic Remote, die passende Fernbedienung für LGs Smart-TVs (Bild: LG)

LG will darüber hinaus auch die Kommunikation unterschiedlicher Produktkategorien verbessern. Dafür setzt das Unternehmen auf den Miracast-Standard. Mit diesem können Nutzer mobile Geräte mit ihrem Fernseher verbinden.

Auch die Near-Field-Communication-Technologie (NFC) kommt bei LG zum Einsatz. Somit lassen sich über die Tag-On-Funktion einfach Videos vom Smartphone oder Tablet auf einem Smart-TV abspielen. Dafür muss allerdings ein sogenanntes Tag-On-Etikett am TV angebracht werden.

Für Haushaltsgeräte bietet LG Smart Diagnosis an. Diese übermittelt Fehler an das Smartphone des Nutzers und gibt Tipps, wie sie sich beheben lassen. Sollte das Problem größer sein, kann die Fehlermeldung direkt an den Kundenservice gesendet werden.

Auch andere Unternehmen versuchen die Gerätesteuerung zu optimieren. Panasonic setzt auf Sprachsteuerung. Lautstärke und Sender lassen sich bei den Smart-TVs der Viera-Reihe per Sprachbefehl ändern. Auch Samsung setzt auf Sprache und erweitert die Bedienung von TV-Geräten um Gesten. Eine Kamera im Gerät verfolgt dazu die Handbewegungen des Nutzers.

Auch bei Haushaltsgeräten setzt Samsung auf intelligente Funktionen. In diesem Jahr brachten die Koreaner eine Waschmaschine mit WLAN-Anschluss auf den Markt. Diese lässt sich mit einer App fernsteuern und weist darauf hin, dass das Waschprogramm fertig ist. Nur be- udn entladen muss man die Maschine noch selber. Ähnlich wie bei LG schickt sie Fehlermeldungen an den Nutzer und soll somit Reparaturen erleichtern.

Tipp: WLAN hat sich als feste Größe in der drahtlosen Vernetzung etabliert. Mit Miracast, WHDI, Wireless HD und anderem sind jedoch weitere Möglichkeiten für drahtlose Datenverbindungen hinzugekommen. Zeit für einen Überblick über Stärken und Schwächen der Drahtlos-Standards.