Smartphone-Markt profitiert von günstigen Geräten mit Android und Windows Phone

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zahlen-analyse (Bild: Shutterstock / Denphumi)

Der Anteil neu verkaufter Geräte, auf denen Android vorinstalliert ist, klettert im dritten Quartal 21013 auf über 80 Prozent. Mit 156 Prozent erreicht Windows Phone auf niedrigem Niveau den prozentual größten Zuwachs. Trotz größerer Anbeitervielfalt stammen immer noch 93 Prozent der Windows Phones von Nokia.

Im dritten Quartal 20013 hat Android bei neu verkauften Smartphones erstmals einen Marktanteil von über 80 Prozent erreicht. Das geht aus den aktuellen Zahlen von IDC hervor. Demnach wurden zwischen Juli und September insgesamt 261,1 Millionen Smartphones ausgeliefert. Der Gesamtmarkt wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39,9 Prozent.

Archos Titanium-Reihe (Bild: Archos)
Archos ist ein Beispiel für die Hersteller, die mit günstigen Geräten das Wachstum von Android anschieben. Im Bild die kürzlich vorgestellte Titanium-Serie von Dual-SIM-Geräten, die zu Preisen ab 110 Euro erhältlich sind (Bild: Archos).

Auf 81 Prozent der Neuverkäufe war Googles Mobilbetriebssystem vorinstalliert. Von Samsung stammten davon 39,9 Prozent. Von den anderen Android-Anbietern hat sonst keiner einen Anteil im zweistelligen Prozentbereich erzielt, so IDC. Die Mehrheit komme sogar nur auf weniger als ein Prozent. Das ist auch der zunehmenden Anzahl an Anbietern geschuldet.

Mit einem Wachstum von 156 Prozent lief das dritte Quartal auch für Windows Phone hervorragend. Microsofts OS erreichte mit 9,5 Millionen verkauften Einheiten dennoch nur einen Marktanteil von 3,6 Prozent. Von Nokia stammten im dritten Quartal 93,2 Prozent aller Windows Phones.

Der Anteil von iOS schrumpfte erneut, diesmal um 1,5 Punkte auf 12,9 Prozent. Das liegt daran, dass Apple langsamer als dr Gesamtmarkt zulegte: Die iPhone-Verkäufe stiegen um 25,6 Prozent auf 33,8 Millionen Stück. Spannend wird es, wenn die Zahlen für das vierte Quartal vorliegen, die dann auch schon die Verkäufe der neuen Modelle erfassen. Im dritten Quaratl dürften viele Apple-Kunden zurückhaltend gewesen sein, weil sie auf diese gewartet haben.

Ganz düster sieht es inzwischen für Blackberry aus. Zwischen Juli und September entschieden sich zwar weltweit 4,5 Millionen Nutzer für ein Handy des kanadischen Herstellers, IDC ermittelte dennoch einen Rückgang von 41,6 Prozent. Der Marktanteil sackte erneut ab, um 2,4 Punkte auf 1,7 Prozent.

“Android und Windows Phone haben im dritten Quartal wichtige Fortschritte gemacht”, wird IDC-Analyst Ramon Llamas in einer Pressemitteilung. “Trotz ihrer unterschiedlichen Marktanteile gibt es einen wichtigen gemeinsamen Faktor für ihren Erfolg: den Preis.” Beide Plattformen hätten Geräte in den unteren Preislagen im Angebot, die für viele Nutzer erschwinglich seien. “Es ist der Massenmarkt, der den gesamten Markt antreibt.”

Aufgrund der hohen Nachfrage nach günstigen Smartphones sank der Durchschnittspreis um 12,5 Prozent auf 317 Dollar. Für Phablets, also Smartphones mit Bildschirmdiagonalen von mehr als 5 Zoll, errechnete IDC einen Durchschnittspreis von 443 Dollar. Das ist ein Rückgang um 22,8 Prozent. Im dritten Quartal 2012 mussten Verbraucher für Produkte dieser Kategorie noch durchschnittlich 573 Dollar ausgeben.

“Im dritten Quartal waren Phablets für 21 Prozent des Smartphonemarkts verantwortlich, im Vergleich zu 3 Prozent vor einem Jahr”, sagte Ryan Reith, Program Director bei IDC. “Wir glauben, dass das Fehlen eines Geräts mit großem Bildschirm dazu beigetragen hat, dass Apple seinen Marktanteil im dritten Quartal nicht erhöhen konnte.”

Smartphonemarkt im dritten Quartal laut IDC (in Millionen Stück)

Betriebssystem Verkäufe 3. Quartal 2012 Marktanteil Verkäufe 3. Quartal 2013 Marktanteil Veränderung
Android 139,9 74,9% 211,6 81,0% 51,3%
iOS 26,9 14,4% 33,8 12,9% 25,6%
Windows Phone 3,7 2,0% 9,5 3,6% 156,0%
Blackberry 7,7 4,1% 4,5 1,7% -41,6%
Andere 8,4 4,5% 1,7 0,6% -80,1%
Gesamt 186,7 100,0% 261,1 100,0% 39,9%

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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