IT-Gigant Fujitsu: Wachstum gegen den Trend

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Die Krise des PC-Markts scheint an Fujitsu vorbeizugehen. Der japanische IT-Gigant verzeichnet in Deutschland steigende Umsätze – und nicht nur bei PCs. Das neue Selbstbewusstsein zeigte sich auch auf der Hausmesse Fujitsu Forum 2013. ITespresso hat die Messe in München besucht.

Der japanische Hightech-Konzern Fujitsu ist derzeit mächtig im Aufwind. Das zeigen beispielsweise die aktuellen Marktzahlen von Gartner. Erstmals sind die Japaner auf dem deutschen PC-Markt unter den Top 5 – noch vor dem erfolgsverwöhnten PC-Riesen Dell.

Das neue Selbstbewusstsein demonstrierte Fujitsu auch auf seiner Hausmesse in München. Zum Fujitsu Forum 2013 bot das Unternehmen eine stattliche Riege von Spitzenmanagern auf, darunter Fujitsu-Präsident Masami Yamamoto, Vizepräsident Hideyuki Saso, Rod Vawdrey (Corporate Executive Vice President) und natürlich Chief Technology Officer Joseph Reger.

Diese und viele andere Vertreter des Topmanagements hatten die Aufgabe übernommen, den mehr als 10.000 Gästen die Strategie des Unternehmen zu erläutern, neue Produkte und Lösungen zu zeigen und die Gäste auch ordentlich zu bespaßen. Denn zum Ausklang der Hausmesse gab es ein stilechtes “Oktoberfest chill out”.

Joseph Reger, Chief Technology Officer zeigt auf dem Fujitsu Forum 2013 an einem Beispiel, mit welchen Zukunftsvisionen sich die Forscher von Fujitsu beschäftigen – mit dem Internet der Dinge, bei dem jede Glühbirne eine eigene IP-Adresse haben könnte (Foto: Mehmet Toprak).
Joseph Reger, Chief Technology Officer zeigt an einem Beispiel, mit welchen Zukunftsvisionen sich die Forscher von Fujitsu beschäftigen – mit dem Internet der Dinge, bei dem jede Glühbirne eine eigene IP-Adresse haben könnte (Foto: Mehmet Toprak).

Nichts geht ohne Cloud Computing

Im Zentrum standen natürlich Fujitsus Angebote für Cloud Computing, namentlich die neue Cloud Integration Plattform, die sämtliche Cloud-Dienste unter einer Konsole verwalten soll. Bei der neuen Generation der Plattenspeicher Eternus DX geht es nicht nur um mehr Performance, vielmehr soll die Technik jetzt durch “intelligentes Data Priority Management” auch flexibler an Geschäftsanforderungen anpassbar sein, und eine Systemauslastung von bis zu 90 Prozent ermöglichen.

Die steigenden Datenmengen bei Archivierung und Backup soll die Eternus CS8000 Appliance bewältigen. Sie bringt laut Hersteller 300 Prozent mehr Speicherkapazität und einen um 50 Prozent höheren Datendurchsatz.

Edle Mobilrechner

Den Faktor Coolness bedienen schließlich eine Reihe edler Tablets, Notebooks und Ultrabooks für mobile Mitarbeiter, die in den nächsten Wochen in den Handel kommen werden.

Das auf dem Fujitsu Forum vorgestellte Lifebook T904 ist nur 17 Millimeter dick und ist als highendiges Convertible für Manager konzipiert (Foto: Fujitsu).
Das auf dem Fujitsu Forum vorgestellte Lifebook T904 ist nur 17 Millimeter dick und ist als highendiges Convertible für Manager konzipiert (Foto: Fujitsu).

Auch in Sachen Forschung und Entwicklung zeigt sich Fujitsu selbstbewusst. Eine Demo sollte zeigen, dass Fujitsu auch bei Rechenzentrum-Technologien ganz vorne dran ist. So soll das Rechenzentrum der Zukunft mit Lichtgeschwindigkeit arbeiten. Gemeinsam mit Intel präsentiert der japanische Hightech-Konzern eine Technik namens “Silicon Photonics”.

Dass Highspeed-Datenübertragung kein überflüssiger Luxus sind, zeigt schon die Prognose, dass sich der Datenverkehr, der weltweit über Rechenzentren abgewickelt wird, in den nächsten drei Jahren vervierfachen wird. Intel und Fujitsu wollen daher in Zukunft Glasfaserkabel mit acht Strängen einseten, die in der Lage sind, bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde zu übertragen.

Diese so genannte Silizium-basierte Photonik soll letztlich auch den Weg für ein anwendungsoptimiertes Server-Design frei machen, bei dem die Rechen-, Netzwerk- und Speichermodule besser getrennt und damit auch jeweils leichter austauschbar sein sollen. Möglich wird dies durch die extrem schnelle Datenübertragung über Glasfaser. So können beispielsweise die Serverprozessoren getrennt von den Speichereinheiten untergebracht werden. Praktisch auch deshalb, weil die Prozessoren wesentlich mehr Abwärme erzeugen als Speicher.

Wer dieses Jahr das Oktoberfest versäumt hat, konnte am Ende des Fujitsu Forums 2013 noch ein bisschen Volksfeststimmung nachtanken. (Foto: Fujitsu)
Wer dieses Jahr das Oktoberfest versäumt hat, konnte am Ende des Fujitsu Forums 2013 noch ein bisschen Volksfeststimmung nachtanken (Foto: Fujitsu).