Android 4.4: Googles Mobil-OS für alle Fälle

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Die neue Version läuft gleichermaßen auf einfachen wie auf High-End-Smartphones. Android 4.4 KitKat kommt mit weniger Arbeitsspeicher und Prozessorleistung aus. So soll verhindert werden, dass Hersteller günstiger Modelle auf eine frühere Version des Mobilbetriebssystems ausweichen, um preiswertere Komponenten verbauen zu können.

Android 4.4 KitKat soll gleichermaßen auf relativ einfachen wie auch auf High-End-Smartphones laufen können. So möchte Google die bisher übliche Fragmentierung reduzieren. Hersteller sollen künftig nicht mehr zwischen unterschiedlichen Versionen des Mobilbetriebssystems wählen müssen, sondern unabhängig von der Hardware stets die aktuellste OS-Version verwenden – bei einem Einsteigergerät für 100 Euro ebenso wie bei einem Spitzenmodell für 600 Euro.

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Die Fragmentierung schränkt die verfügbaren Dienste sowie Anwendungen ein und bereitet App-Entwicklern Probleme. Verantwortlich für die Fragmentierung bei Android sind zudem aber auch die Netzbetreiber, die Updates für verkaufte Geräte oft nur zögerlich freigeben oder gar nicht ausliefern. Apple hingegen konnte vor Kurzem bei seiner iPad-Vorstellung darauf verweisen, dass gut einen Monat nach der Vorstellung bereits zwei Drittel der Nutzer auf iOS 7 umgestriegen sind.

In Schwellenländern ist Android besonders beliebt, aber Gingerbread mit Abstand führend, weil es sich auch für langsamere, ältere abr eben auch günstigere Hardware eignet.

Der für Android zuständige Google-VP Sundar Pichai sagte, er habe vom Team die Entwicklung einer Android-Version verlangt, die mit weniger Arbeitsspeicher und Prozessorleistung auskommt. Im Ergebnis benötige KitKat 16 Prozent weniger Speicher als Jelly Bean.

Einem schon vorher durchgesickerten Dokument zufolge, “optimiert KitKat die Speichernutzung in jeder wesentlichen Komponente” und stellt “Tools für Entwickler bereit, die ihnen bei der Schaffung speichereffizienter Anwendungen helfen”. Das Dokument nennt dazu “Einstiegsgeräte”, die beispielsweise über 512 MByte RAM verfügen. Google soll eng mit Huawei, ZTE und weiteren Herstellern zusammengearbeitet haben, die solche Geräte produzieren.

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Die Android-Version Jelly Bean, damals die aktuellste, überholte Ende Anfang Juli erstmals die frühere Version Gingerbread. Die Jelly-Bean-Versionen 4.1 und 4.2 war auf 37,9 Prozent aller Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem installiert. Ice Cream Sandwich, der direkte Vorgänger von Jelly Bean,war da noch auf rund 23 Prozent aller Androiden installiert (Grafik: Statista).

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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