Die besten Windows-Tablets für Business-Anwender

IT-ManagementIT-ProjekteMobileTablet

Tablets gehören derzeit zu den Rennern in der IT-Branche. Immer mehr Selbstständige nutzen sie, Unternehmen statten ihre Mitarbeiter damit aus. ITespresso zeigt, worauf es beim Kauf eines Windows-Tablets fürs Unternehmen ankommt und präsentiert die besten Geräte.

Nach einer Meldung des Branchenverbands Bitkom sollen 2013 in Deutschland insgesamt 8 Millionen Tablet-PCs über den Ladentisch gehen. Die meisten davon werden privat angeschafft. Doch die viel zitierte Konsumerisierung der Arbeitswelt hat zur Folge, dass zahlreicher dieser mobilen Rechner auch im Beruf genutzt werden.

Laut Bitkom setzt zudem schon jedes dritte Unternehmen in Deutschland auf Tablets. Weitere vier Prozent der Unternehmen wollen den Zahlen des verbandes zufolge in den nächsten sechs Monaten ein solches Gerät anschaffen.

Tablets für Vertrieb und Außendienst

Wie auch bei Notebooks sind normalerweise “Vertriebler” und Außendienstmitarbeiter die ersten Abnehmer. Sie zeigen sich gerne bei Kunden oder externen Geschäftspartnern mit den schicken Tablets. Aber auch in der Fertigung spielen Mobilrechner traditionell eine große Rolle. Aber inzwischen haben auch viele Mitarbeiter, die öfter unterwegs sind, so einen praktischen und kompakten Rechner in der Tasche.

Andockbare Tastatur und Klappständer bilden das typische Zubehör der Tablet-PCs (Bild: Dell).
Andockbare Tastatur und Klappständer bilden das typische Zubehör der Tablet-PCs (Bild: Dell).

Die wichtigsten Merkmale der Businessrechner

Typisch für die Mobilgeräte, egal, ob Tablets oder die kleineren Pads, ist, dass sie zumeist sowohl für Privatanwender als auch für Geschäftsleute geeignet sind. Dem Privatanwender bieten sie Office-Tools für die Produktivität, der Businessanwender findet Spiele und Videoplayer.

Tablets, die ausschließlich für Businessanwender konzipiert sind, findet man nicht so leicht. Eines der wenigen Beispiele hierfür ist der Stylistic Q704 von Fujitsu.

Die Tablets fürs Business bieten in der Regel Extra-Anschlüsse für einen externen Monitor, Betriebssysteme, die die Einbindung ans Unternehmensnetzwerk gewährleisten und viele Sicherheitsfunktionen. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist die Akkulaufzeit. Gerade für Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, ist es wichtig, dass der Tabletrechner nicht nach jeder Präsentation beim Kunden wieder ans Netz muss.

Sicherheitsfunktionen

Wer das Tablet aber in erster Linie als mobilen Arbeitsplatz sieht, sollte bei der Kaufentscheidung darauf achten, dass es die für Unternehmen wichtigen Merkmale mitbringt. Dazu zählen in erster Linie Sicherheitsfunktionen, also Authentifizierung und die Möglichkeit, die Daten zu verschlüsseln beziehungsweise den Zugang zum Gerät zu kontrollieren, beispielsweise per Fingerabdrucksensor. Darüber hinaus haben viele der Businessrechner auch einen TPM-Chip (TPM, Trusted Platform Module). Damit kann der Administrator weitere Sicherheitsfunktionen einbauen.

Apropos Administrator: Auch die Anbindung ans Unternehmensnetzwerk, die Synchronisation mit den Geschäftsdaten und die Möglichkeit, den Mobilrechner zentral zu verwalten, stehen im Pflichtenheft. Typisch für Business-Tablets ist beispielsweise die Verwendung von Intels vPro-Technologie, die neben Management- auch weitere Sicherheitsfunktionen mitbringt.

Wichtig für Vieltipper: Tablets für den Geschäftsanwender bieten immer auch die Möglichkeit, eine externe Tastatur anzuschließen. Diese muss aber in der Regel separat gekauft werden.

Die Preise fürs Gesamtpaket bewegen sich zwischen 500 und 1500 Euro. Für Spitzenmodelle können in der Maximalausstattung aber schon mal 2000 Euro fällig werden.

Microsofts neue Version des Surface-Tablets
Microsofts neue Version des Surface-Tablets

Windows 8 oder Android

In der Regel sind die Rechner mit Windows 8 ausgerüstet, beim Kauf sollte man eventuell darauf achten, dass schon die aktuelle Version Windows 8.1 vorinstalliert ist. Daneben gibt es auch einige Modelle mit Android als Betriebssystem. Anwender, die viel mit Office arbeiten und deshalb Office-Dateien auch unterwegs nutzen, werden die Windows-Modelle bevorzugen.

Samsung Galaxy Tab

Ein business-taugliches Android-Tablet ist etwa das Galaxy Tab 3. Mit dem 8-Zoll-Display (20,3 Zentimeter) gehört das Galaxy zu den kleinen Vertretern der Gattung. Das Tablet ist nur 7,4 Millimeter dick und mit 314 Gramm auch sehr leicht.

Ein Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 1 Gigabyte RAM sollen für ausreichend Rechenpower sorgen. Das Gerät unterstützt Mobile Device Management (MDM), Exchange Active Sync, Virtual Private Network (VPN) und Datenverschlüsselung im Gerät. Es taugt damit auch für die Verwendung in Unternehmen.

Mit oder ohne Mobilfunk?

Daneben werden die Mobilfunkstandards 2G EDGE/GPRS (850/900/1800/1900 MHz) und 3G HSPA+ (850/900/1900/2100) unterstützt. So kann man unterwegs auch über den Internetzugang des Mobilfunkanbieters online gehen und ist nicht auf Hotspots angewiesen.

Allerdings sollte man sich vorher überlegen, ob nicht eine Mobilfunkschnittstelle sinnvoll ist. Wer unterwegs ständig aufs Web zugreifen muss, kommt ohne diese nicht aus, da er ansonsten auf Hotspots an öffentlichen Plätzen, in Cafés oder Hotels und dergleichen angewiesen ist.

Die nachfolgende Übersicht ist keine vollständige Marktübersicht, sie stellt vielmehr die Topmodelle der wichtigsten Hersteller vor. Fast immer gibt es von den Herstellern ein alternatives, preisgünstigeres Gerät. Bei den reinen Businessmodellen sind die Geräte in Ausstattung und Leistung individuell konfigurierbar.

Fujitsu Stylistic Q704

Fujitsu Stylistic Q704

Robustes und outdoortaugliches Tablet mit 12,5-Zoll-Display (31,8 Zentimeter). Wasserdicht und staubgeschützt. Das Display ist auch gegen aggressive Chemikalien geschützt. Technische Highlights sind Intels Core-i7-Prozessor und der USB-3.0-Anschluss. 4G/LTE und NFC (Nearfield Communication) sind optional erhältlich. Eine Tastatur ist ebenfalls anschließbar. Als Betriebssystem ist Windows 8.1 Professional vorinstalliert.

Handschriftliche Notizen lassen sich per Handschriftenerkennung in Text umwandeln. Der Akku hält laut Hersteller bis zu 16 Stunden durch. Zu den Sicherheitsfeatures zählen ein Fingerabdrucksensor, Optionen für Diebstahlschutz und ein TPM-Chip (Trusted Platform Module).? Das Tablet ist je nach Anforderung in verschiedenen Konfigurationen und Ausstattungsvarianten erhältlich.

Dell Venue 11 ProDell Venue 11 Pro

Der Venue 11 Pro basiert auf Windows 8.1 und soll sich für Privat- und Business Anwender gleichermaßen eignen. Als Prozessor kommt Intels Atom-Chip (Quad Core Baytrail) zum Einsatz, der als besonders energieeffizient gilt.

Wer mehr Leistung braucht, kann das Tablet aber auch mit Core-i3- oder -i5-Prozessoren ordern. Businessanwender, die das Tablet ins Unternehmensnetzwerk einbinden wollen, wählen gegebenenfalls die Variante mit Intels vPro-Technik. Praktisch: Den Akku kann der Anwender selbst wechseln. Microsofts Office Home & Student 2013 ist ebenfalls vorinstalliert, was allerdings eher für Privatanwender und Studenten interessant ist.

TPM-Chip (TPM, Trusted Platform Module) für die Authentifizierung und Sicherung von Daten und Gerät sind optional erhältlich. Als Zubehör gibt es daneben einen Eingabestift für Notizen oder Zeichnungen, eine Tastatur, die gleichzeitig als Bildschirmschutz dient, und ein Desktop-Dock mit zwei USB-3.0-Anschlüssen.

Asus Transformer Book

Asus Transformer Book T100

Das Asus-Tablet arbeitet mit Windows 8.1. Microsofts Office Home & Student ist ebenfalls vorinstalliert. Das 10,1-Zoll-Display wird mit der andockbaren Tastatur zu einem kompakten Notebook.

Intels Vierkern-Prozessor aus der Atom-Serie (Bay Trail-T Z3740) soll hohe Energieeffizienz mit ausreichend Rechenleistung verbinden. Daneben sind Anschlüsse für USB 3.0, Bluetooth 4.0 sowie Wi-Fi an Bord. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller bis zu elf Stunden.

HP Elitepad 900

HP Elite Pad 900 G1

Laut HP der “einzig wahre Tablet-PC für Unternehmen”. Das dürfte etwas übertrieben sein, doch businesstauglich ist der Rechner allemal. Ausgestattet ist er mit Windows 8 Pro 32 und einem Strom sparenden Atom-Prozessor von Intel (Dual-Core, Z2760, bis 1,8 GHz) sowie einem 10,1-Zoll-Display (25,7 Zentimeter).

Der Arbeitsspeicher fasst zwei Gigabyte. Diverse Sicherheits-Tools, darunter Laufwerksverschlüsselung und Passwortmanagement, machen den HP-Rechner auch für die Sicherheitsanforderungen von Geschäftsleuten fit.

Lenovo Thinkpad Tablet 2

Lenovo Thinkpad Tablet 2

Das high-endige Thinkpad Tablet 2 mit 10,1-Zoll-Display (25,7 Zentimeter) ist als reinrassiges Business-Tablet konzipiert. Der Rechner führt sowohl Apps aus dem Windows Store als auch Desktop-Programme wie Office aus.

Die Eckdaten: Intel Atom-Chip (Z2760 bis 1,8 GHz), Windows 8 Pro 32 und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Zubehör ist ein Digitalisierstift erhältlich, mit dem man beispielsweise Touchscreen-Funktionen wesentlich präziser als mit dem Finger ausführen kann. Daneben dient der Stift auch zum Schreiben, die Handschriftenerkennung wandelt die Notizen in Text um.

Acer Iconia W3

Acer Iconia W700

Ein Windows-8-Tablet mit relativ großem Bildschirm (11,6 Zoll). Als Prozessor ist die Mobilvariante von Intels Core-i3-Chip verbaut (Dual Core i3-2375M, 1,40 GHz), der Arbeitsspeicher beträgt vier Gigabyte. Der Rechner ist sowohl für Privatanwender als auch für Business-User gedacht.

Wortmann Terra Pad 1080

Wortmann Terra Pad 1160 Pro

Ein schneller Core-i5-Prozessor von Intel und besonders Windows 8 Pro weisen das Wortmann-Pad als businessorientierten Mobilrechner aus. Mit dem 29,5 Zentimeter großen Display gehört das Gerät zu den größeren Modellen.

Optional gibt es eine Tastatur und einen Digitalisier-Stift. GPS sowie UMTS und 3G sind integriert.

Microsoft Surface Pro 2

Microsoft Surface Pro 2

Die neue Version von Microsofts Surface arbeitet mit einem Core-i5-Prozessor von Intel. Das Display hat eine Diagonale von 10,6 Zoll. Vorinstalliert sind Windows 8.1 und eine Testversion von Office 365. Ein Stift zum Zeichnen und für Notizen ist im Lieferumfang enthalten. Die optionale Tastatur dient gleichzeitig als Schutzdeckel für das Gerät.

IT-Administratoren können die Möglichkeiten des integrierten TPM-Chips nutzen, um Daten und Anwendungen vor unbefugten Zugriff und Diebstahl zu schützen. Die Mobilfunkstandards 3G oder UMTS werden nicht unterstützt. Wer im Web surfen will, muss dies über die Wi-Fi-Schnittstelle tun.

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.