Deutschen Firmen fehlen 39.000 IT-Experten

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Rechenzentrum (Bild: Shutterstock /Chris Hellyar)

Zumindest sind so viel Stellen laut einer Erhebung des Branchenverbandes Bitkom unbesetzt. Allerdings ging die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent ab. Besonders gefragt sind in der IT-Barnche auch dieses Jahr Software-Entwickler mit Fähigkeiten rund um Cloud Computing und Social Media, bei Anwenderfirmen dagegen Administratoren.

In deutschen Firmen sind derzeit rund 39.000 Stellen für IT-Experten offen. Damit ist die Zahl der freien Arbeitsplätze im Vergelich zum Vorjahr um 4000 gesunken, so das Ergebnis einer Studie (PDF), die der des Branchenverbande Bitkom in Berlin vorgestellt hat. Bei der vom Meinungsforschungsinstitut Aris durchgeführten Umfrage wurden 1500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt.

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Die Zahl der offenen Stellen für IT-Experten ist 2013 im Vergleich zu 2012 um 4000 auf 39.000 gesunken (Grafik: Bitkom).

“Der Fachkräftemangel ist ein strukturelles Problem”, erklärt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. “Er besteht dauerhaft und weitgehend unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung.” Wie 2012 gab jedes zweite ITK-Unternehmen an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Ähnlich viele Firmen (48 Prozent) erwarten, dass sich der Fachkräftemangel künftig weiter verschärft.

In der ITK-Branche selbst sind rund 16.000 Stellen unbesetzt, davon 13.800 bei Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen. Weitere 1600 IT-Experten werden von Herstellern von Hardware und Unterhaltungselektronik gesucht, 600 von Anbietern von Telekommunikationsdiensten. 72 Prozent der ITK-Unternehmen, die freie Stellen haben, suchen Software-Entwickler. Sie sollen vor allem Fähigkeiten rund um Cloud Computing (in 40 Prozent der Fälle) und Social Media (38 Prozent) besitzen, gefolgt von Kenntnissen zur Programmierung von Webpräsenzen (29 Prozent), betriebswirtschaftlichen Anwendungen (27 Prozent) sowie Apps und mobilen Webseiten (22 Prozent).

In der deutschen IT-Branche selber sind vor allem Software-Entwickler gefragt, bei Anwenderunternehmen dagegen Administratoren (Grafik: Bitkom).
In der deutschen IT-Branche selber sind vor allem Software-Entwickler gefragt, bei Anwenderunternehmen dagegen Administratoren (Grafik: Bitkom).

Bei den gesuchten Berufsbildern folgen mit deutlichem Abstand hinter den Software-Entwicklern Anwendungsbetreuer und Administratoren (31 Prozent) sowie Qualitätsmanager (25 Prozent). Ebenfalls häufig werden IT-Berater und Experten für Marketing und Vertrieb gesucht (je 16 Prozent). Danach kommen Grafik- und Web-Designer (6 Prozent) sowie Projektmanager und IT-Service-Manager (je 4 Prozent).

IT-Experten werden aber auch bei den Anwendern von IT gesucht, quer durch alle Bereiche der Wirtschaft und in der Verwaltung. Hier gibt es weitere 23.000 unbesetzte Stellen. Allerdings brauchen fast zwei Drittel der IT-Anwender mit freien Stellen Administratoren und Anwendungsbetreuer (61 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Projektmanager (16 Prozent) und IT-Berater (11 Prozent). Softwareentwickler, die Spitzenreiter bei den IT-Anbietern, rangieren bei Anwendern abgeschlagen mit 9 Prozent.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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