Livescribe stellt Smartpen zur Nutzung mit iOS 7 vor

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Er überträgt auf Papier erstellte, handschriftliche Notizen via Bluetooth auf iPhone, iPad oder iPod Touch. Die Aufzeichnungen lasen sich dann in Text konvertieren, ergänzen und als PDF-Datei weiterleiten. Die Verknüpfung mit Audioaufzeichnungen ist ebenfalls möglich.

Livescribe hat einen Stift vorgestellt, mit dem sich auf Papier erstellte, handschriftliche Notizen mittels Bluetooth auf ein Apple-Mobilgerät übertragen lassen. Beginnt der Nutzer mit dem Livescribe 3 Smartpen zu schreiben, werden die Worte und Skizzen unmittelbar auf dem iPhone, iPad oder iPod Touch mit iOS 7 angezeigt. Voraussetzung ist, dass darauf die App Livescribe+ installiert ist.

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Der Livescribe 3 Smartpen überträgt auf Papier gemachte Notizen auf iOS-Geräte (Bild: Livescribe).

Der Livescribe 3 arbeitet bestmöglich, wenn das spezielle Punktpapier des Herstellers verwendet wird. Auf iPhone oder iPad können Nutzer ihre Notizen organisieren, kennzeichnen, durchsuchen oder in Text konvertieren, um daraus Aufgaben, Erinnerungen, Kontakte oder Kalenderereignisse zu erstellen.

Mit dem gekoppelten Mobilgerät lassen sich zudem auch Audioaufzeichnungen anfertigen. Diese “Pencasts” werden automatisch mit den handschriftlichen Notizen synchronisiert. Außerdem können angefertigte Notizen samt hinzugefügter Fotos und Skizzen als PDF-Datei abgespeichert und per E-Mail, iMessage oder via Evernote, Dropbox oder anderen Anwendungen weitergeleitet werden.

Laut Hersteller reicht eine Akkuladung für bis zu 14 Stunden Nutzung des intelligenten Kugelschreibers. Aufgeladen wird er über ein zum Lieferumfang gehörendes Mikro-USB-Kabel.

Der Stift funktioniert laut Hersteller mit dem iPhone 4S, 5, 5S und 5C sowie dem iPod Touch der fünften Generation. Außerdem unterstützt er das iPad der dritten und vierten Generation, das neue iPad Air sowie das iPad Mini mit und ohne Retina-Display.

Der Livescribe 3 Smartpen ist in einer Standard- und einer Pro-Variante erhältlich. Die Standardversion für 149,95 Euro umfasst neben dem Stift, einen 50-Blatt-Notizblock und eine schwarze Wolframcarbid-Kugelschreibermine mittlerer Schreibstärke. Die Pro-Ausführung kostet 199,95 Euro. Sie bietet zusätzlich ein Lederhülle für das gebundene 100-Blatt-Notizbuch, ein Jahresabo für Evernote Premium und eine weitere Mine. Sie ist ab 5. November exklusiv in Apple Stores erhältlich. Die Standard-Variante gibt es dann auch bei Amazon und Gravis.

Die Standardvariante der Neuauflage des Livescribe Smartpens ist damit etwas günstiger als der Vorgänger, die Pro-Variante dagegen rund 40 Euro teurer. Nachteil des Livescribe-Stifts ist zudem, dass Nutzer das nicht ganz billige Spezialpapier erwerben müssen, um optimal damit zu arbeiten.

Android-Nutzern und Blackberry-Besitzern steht zum Beispiel mit dem My Note Blue von Aiptek einen Alternative zur Verfügung, die mit Normalpapier auskommt. Allerdings zeigte der Praxistest von ITespresso doch einige Schwächen im zugehörigen Softwarepaket. Ebenfalls mit Normalpapier kommt der Digitalstift von Staedtler aus – dem allerdings die direkte Anbindung zu Mobilgeräten fehlt. Die Datenübertragung zu PC oder das Notebook übernimmt ein Clip, der am besten am oberen Rand des Papiers angebracht wird. Er leitet die erfassten Bewegungen dann per USB weiter.

Direkt per Bluetooth leitet dagegen der Jot Touch 4 des US-Herstellers Adonit Daten an Tablets mit Android oder iOS weiter. Er kostet 89,99 Euro. Adobe plant auf Basis der Technologie von Adonit den Stift Mighty anzubieten. Der Stift für iPads wurde erstmals im Mai gezeigt. Er verbindet sich ebenfalls via Bluetooth mit dem Tablet und gibt taktile Rückmeldungen beim Zeichen. Beispielsweise kann er der Software übermitteln, wie viel Druck mit dem Stift ausgeübt wird.

Damit zielt er wohl eher auf Nutzer, die öfter Zeichnen wollen – und wäre damit ein Konkurrent für ebenfalls mit Normalpapier auskommenden Inkling von Wacom, der sich im Test von ITespresso gut geschlagen hat. Einziges Manko: Wer viel zeichnet, würde dafür vielleicht lieber etwas anders als den Kugelschreiber nutzen – aber das ist wohl ein systembedingter Kompromiss.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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