Open-Source-Groupware Tine 2.0 unterstützt jetzt Active Directory

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Tine 2.0

Der Hamburger Anbieter Metaways kombiniert in seinem quelloffenen System Tine E-Mail- und Kalenderfunktionen mit bereichsspezifischen Anwendungen. Das modulare System kann die klassischen Funktionen durch Module wie CRM, Dateierfassung, Dateimanager oder unternehmensspezifische Arbeitsabläufe erweitern.

Die auch im SaaS-Modell angebotene Open-Source-Groupware Tine 2.0 baut die Zahl der unterstützten Infrastrukturen in ihrer neuen Version aus. Die Community-Variante der Software bringt Bugfixes und Erweiterungen für das bisherige Produkt. Sie werden nun auch in die kostenpflichtige Enterprise-Version Tine 2.0 übernommen.

Schon in der Open-Source-Version lassen sich Abläufe nun in Active-Directory-Strukturen einbinden. Anwender können direkt aus der Groupware heraus neue Benutzerkonten sowie -gruppen anlegen und verwalten. Die Öffnung zu externen Diensten setzt sich beim Speichern fort: Die Groupware kann nun als Server für ownCloud-Clients fungieren. Daten zwischen verschiedenen Rechnern und Smartphones lassen sich dadurch einfacher synchronisieren.

Auch das offene Cal/CardDAV-System, das von Google unterstützt aber von Microsoft abgelehnt wird, ist eingebunden. CalDAV-eM-Clients können nun auch die Daten in Tine-Servern bearbeiten. Anwender können jetzt mit diesen Protokollen sämtliche Aufgaben, Termine und Kontakte verwalten. Für alle Elemente lassen sich in der neuen Variante auch Dateianhänge anfügen.

Bei der Erweiterung mit aufgabenspezifischen  Modulen zeigt Metaways anhand eines HR-Moduls, dass auch hier Ergänzungen leicht umzusetzen sind. Im  Personalmanagement-Modul können nun etwa Urlaubs-, Krankheits- und Sonderurlaubstage sowie der Gesamturlaubsanspruch eines Mitarbeiters erfasst werden – dabei prüft das System, ob der Mitarbeiter noch genügend Tage für seinen Wunsch zur Verfügung hat. Krankheitstage werden in entschuldigte und unentschuldigte unterschieden; unentschuldigte Krankheitstage lassen sich in genommene Urlaubstage umwandeln.

In der Sales-Anwendung lassen sich jetzt Kostenstellen definieren, die in allen anderen Anwendungen wiederverwendbar sind. Damit lassen sich alle Daten nun auch nach Kostenstellen filtern.

Tine 2-0
Die Groupware Tine 2.0 nutzt den Browser als Frontend und ist damit plattformübergreifend nutzbar (Bild: Metaways).

Das neue Community-Release ist ab sofort zum kostenlosen Download für verschiedene Linux-Distributionen verfügbar. Die kommerzielle Variante Tine 2.0 ist in Versionen für 550 Euro pro 25 User aufsteigend in Paketen bis zu 17.000 Euro pro 1000 Benutzer erhältlich.

Weitere Services wie Support, Schulungen, Administratoreneinweisungen für den Einsatz in der Private Cloud oder individuelle Software-Entwicklung sind ebenfalls erhältlich. Dafür gibt der Anbieter zwar fixe, zeitgebundene Preise an, doch wie in allen projektorientierten Aufträgen ist abhängig vom Volumen sicher noch Verhandlungspotenzial.

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