Jedes zehnte Smartphone: gestohlen, verlegt oder defekt

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Kaspersky-Mobilschaubild

Kaspersky hat den “Mobilgeräteschwund” bei deutschen Nutzer untersucht. Der Anbieter want, dass verlorene, gestohlene oder aufgegebene Altgeräte zum Geschäftsrisiko werden, da 31 Prozent der befragten Smartphone-Besitzer geschäftliche E-Mails auf ihren Systemen speichern. Auch wichtige Firmendokumente liegen häufig ungesichert auf den abhanden gekommenen digitalen Begleitern.

Einer weltweiten Umfrage im Auftrag von Kaspersky zufolge gehen Nutzer nicht sorgsam genug mit Inhalten und Zugriffsrechten um. Nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Daten sind häufig ohne Passwortschutz einsehbar. Und 11 Prozent der mobilen Geräte (Laptops, Smartphones oder Tablets) gingen zwischen Juni 2012 und 2013 in Deutschland irreparabel kaputt, verloren oder wurden gestohlen.

Kaspersky Mobilumfrage: Finanzrisiken
Der Kaspersky-Umfrage zufolge unterscheiden sich die mit verloren gegangenen Daten verbundenen finanziellen Risiken Daten je nach Land deutlich – offenbar, weil die Bereitschaft und die Möglichkeiten von Findern sie zu missbrauchen ebenfalls unterschiedlich groß sind (Grafik: Kaspersky).

In der Umfrage (PDF) unter Verbrauchern, die Kaspersky Lab zusammen mit B2B International durchgeführt hat, berichteten sieben Prozent von einem irreparablen Schaden eines mobilen Gerätes, zwei Prozent ging ein Gerät verloren und eben so vielen wurde es gestohlen.

Die Auswertung der Aussagen deutscher Teilnehmer ergibt zudem, dass hierzulande 31 Prozent der Nutzer geschäftliche E-Mails auf ihren Smartphones ablegen. Gegenüber dem Schaden, den ein Missbrauch dieser Daten anrichte, sei der materielle Verlust des Smartphones oder Tablets zu vernachlässigen, rechnen Kasperskys Sicherheitsforscher vor.

Kaspersky-Mobilumfrage: Gesicherte Daten
Die Ergebnisse der weltweit durchgeführten Umfrage zeigen, was User auf welchen Mobilgeräten speichern. Die meisten wertvollen Daten liegen demnach auf iPhones (Grafik: Kaspersky).

Persönliche Daten wie Fotos oder Videos von Familienmitgliedern, die sich auf 66 Prozent der Smartphones und 64 Prozent der Tablets deutscher Besitzer finden, sind da vergleichsweise unwichtig. Gefährlicher ist, dass jeder zehnte die Passwörter für sensible Accounts ungeschützt auf seinem Telefon oder Tablet ablegt.

Kaspersky Internet Security for Android
Soll die Mobilgefahren verringern: Kaspersky Internet Security for Android (Bild: Kaspersky)

Abhanden gekommene Smartphones geben zu 59 Prozent und Tablets zu 63 Prozent private E-Mail-Korrespondenz preis. Geschäftliche Mails “verlaufen” sich öfter auf Smartphones (31 Prozent) als auf Tablets (22 Prozent). Andere Formen geschäftlicher Dokumente werden dagegen auf 19 Prozent aller Smartphones und 25 Prozent aller Tablets gespeichert. Passwörter für Online-Banking oder -Bezahlsysteme liegen in Deutschland auf 11 Prozent der Smartphones und auf 7 Prozent der Tablets. Und Passwörter für Accounts bei Sozialen Netzwerken oder E-Mail-Konten werden in Deutschland auf lediglich 19 Prozent aller Smartphones und 11 Prozent der Tablets gesichert.

Wie üblich nutzt der russische Security-Anbieter die Studienergebnisse, um bisher unvorsichtige Anwender zum Kauf seiner Mobilschutz-Software aufzufordern. Derzeit aktuell ist Kaspersky Internet Security for Android mit Malware-, App-, Daten-, SMS- und Diebstahlschutz. Das Produkt kostet 10,95 Euro für ein Gerät, 19,95 Euro für zwei und 27,95 Euro für drei Geräte.

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