Google erweitert Gmail und Docs um Handschriftenerkennung

Allgemein
Google Logo (Grafik: Google)

Die Funktion wird Nutzern schreittweise zur Verfügung gestellt. In Docs werden über 20, bei Gmail über 50 Sprachen unterstütz. Die Funktion ist vor allem für die Eingabe von Wörtern und Sätzen in Sprachen gedacht, deren Schriftzeichen von denen auf der verwendeten Tastatur abweichen.

Google hat jetzt auch in Gmail und Google Docs seine Handschriftenerkennung integriert, die im Übersetzungsdienst Translator schon seit Juni zur Verfügung steht. Bis sie alle Nutzer tatsächlich verwenden können, kann es aber noch etwas dauern, sie wird weltweit schrittweise bereitgestellt.

handschrift-japanisch-google
“Google” mit japanischen Zeichen (Bild: Google)

Die Eingabe ist per Maus oder Trackpad möglich, auf Touchscreens auch mit Finger oder Digitalstift. In Docs werden über 20 Sprachen unterstützt, Gmail-Nutzer können sogar in mehr als 50 Sprachen handschriftliche Eingaben machen. Der Schwerpunkt liegt auf Sprachen mit nicht-lateinischen Schriftzeichen, darunter Arabisch, Chinesisch, das in Westindien gebräuchliche Gujarati, Hebräisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch und Russisch.

Mit der Handschriftenerkennung können Anwender schnell handschriftliche Notizen machen und digitalisieren. Zum anderen bekommen sie auch eine einfache Möglichkeit, Schriftzeichen einzugeben, die ihre Tastatur nicht unterstützt. Selbst wenn man den verwendeten Zeichensatz ändert, kann die Eingabe eines Satzes auf einer QWERTY- oder QWERTZ-Tastatur zeitraubend sein.

Zur Änderung der Sprache in Gmail und in Google Docs muss der Nutzer sicherstellen, dass neben dem Stift-Icon (steht für Handschriftenerkennung) vorab die gewünschte Sprache steht. Eine automatische Erkennung der Eingabesprache oder auch eine nachträgliche Änderung ist nicht möglich.

In Google Übersetzer für Android gibt es Handschriftenerkennung seit Januar 2012. Im Februar 2013 wurde zudem die Chrome-Erweiterung Google Input Tools vorgestellt, die ebenfalls virtuelle Tastaturen und Transliterationswerkzeuge umfasst.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Google? Testen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen