Google zeigt Tool zur Abwehr von DDoS-Angriffen und Browsererweiterung uProxy

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Google Logo (Grafik: Google)

Beide Tools sollen helfen, Meinungsfreiheit und offenen Zugang zu Informationen zu fördern. Auch ein Dienst, um DDoS-Attacken visuell darzustellen, wird angeboten. Der zuständige Google-Manager betont, dass man keine kommerziellen Interessen verfolge.

Google hat auf dem Google Ideas Summit in New York drei Werkzeuge vorgestellt, die besonders Menschen in Krisengebieten und Diktaturen Schutz bieten und ihnen sicheren Onlinezugang ermöglichen sollen. Project Shield ist aus Googles eigenen Maßnahmen gegen DDoS-Angriffe hervorgegangen. Die Digital Attack Map stellt Angriffe weltweit unmittelbar dar. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsunternehmen Arbor Networks.

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Die Browsererweiterung uProxy ermöglicht die Freigabe der eigenen Internetverbindung für andere, um Tracking zu verhindern. Sie wurde von der Universität Washington und dem Unternehmen Brave New Software entwickelt. Google hat für die finanzielle Unterstützung gesorgt.

Jared Cohen, Direktor des Bereichs Google Ideas, hat gegenüber Time darauf hingewiesen, dass Google sich nicht aus kommerziellen Interessen mit diesen Themen beschäftige. “Uns ist freie Meinungsäußerung wichtig, und hier können wir einmal mit Produkten unsere Aussagen untermauern.” Welche Risiken man allerdings eingeht, wenn man seine Internetverbindung in einem der genannten Länder Unbekannten zur Verfügung stellt, wollte er nicht abschätzen.

Noch offen ist auch, ob repressive Regime nicht alleine schon die Nutzung der Google-Tools als Grund sehen könnten, gegen Internetnutzer vorzugehen. Mit dieser Problematik hatte auch das TOR-Netzwerk schon zu kämpfen. Dessen Sprecher hatten daher in der Vergangenheit wiederholt dazu aufgerufen, dass “unverdächtige” Menschen in Ländern, in denen sie keine Repressionen zu fürchten haben, das Netz nutzen – einfach, um mehr “Störgeräusche” zu erzeugen.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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