Neustart: Siemens Enterprise Communications heißt jetzt Unify

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Der Name Siemens Enterprise Communications ist seit gestern Geschichte. Das Unternehmen hat sich in Unify umbenannt und dabei auch gleich Produktportfolio, Image und Webseite komplett neu gestaltet. Der Relaunch der Marke wurde von den Mitarbeitern begeistert aufgenommen.

Wenn ein Unternehmen sein Logo ändert, ist das in der Regel keine Schlagzeile wert. Wenn das Unternehmen seinen Namen ändert, indem es beispielsweise die Schreibweise modernisiert oder einen Zusatz weglässt, ist das auch noch keine Schlagzeile.

Dieser Fall liegt jedoch etwas anders. Siemens Enterprise Communications, das in den vergangenen Jahren etwas glücklos agierende Unternehmen, hat einen komplett neuen Namen angenommen und verbindet damit auch eine komplette Reorganisation des Portfolios, der Unternehmensstruktur und des Markenimages.

Auch die neue Homepage wurde zum Start von Unify freigeschaltet.
Auch die neue Homepage wurde zum Start von Unify freigeschaltet.

Aus Siemens wird Unify

Siemens Enterprise Communications heißt ab sofort Unify. Der neue Name hat nicht nur den praktischen Vorteil, dass er aus nur fünf Buchstaben besteht und jeder sofort den Firmennamen in die Adresszeile des Browsers eintippen kann, der Name hat auch den Vorteil, dass das altbackene “Siemens” darin nicht mehr vorkommt.

Viele hatten den Namen des ehrenwerten Firmengründers, der im 19. Jahrhundert an Telegrafen gebastelt hatte, als nicht gerade förderlich für das Image eines Hightech-Unternehmens angesehen.

Unify-CEO Hamid Akhavan war eigens nach München gekommen, um dort den neuen Namen des Unternehmens bekanntzugeben.
Unify-CEO Hamid Akhavan war eigens nach München gekommen, um dort den neuen Namen des Unternehmens bekanntzugeben (Foto: Mehmet Toprak).

Außerdem soll der Begriff Unify auch an das eigentliche Ziel des neuen Unternehmens erinnern. Dies besteht darin, die gesamte Unternehmenskommunikation der Geschäftswelt zu “harmonisieren”. Konkret heißt das, alle Kommunikationskanäle in einem Unternehmen, egal ob E-Mail, Chat-Nachrichten, Videokonferenzen, SMS oder sogar das gute alte Telefongespräch, sollen künftig unter einer Ansicht zusammengefasst werden können und mit einer Oberfläche verwaltet und aufgerufen werden können.

Das Projekt, dass all diese Ziele verwirklichen soll, heißt “Project Ansible“. Manager des Unternehmens hatten das ambitionierte Softwareprojekt bereits im Juli 2013 vorgestellt. Derzeit ist die Software noch in der Betaphase, erste Demos sind allerdings vielversprechend.

Der Name Unify soll auch an das Unternehmensziel erinnern, den schon die Vorgängerfirma sich auf die Fahnen geschrieben hatte, nämlich das große Versprechen von Unified Communications endlich zu realisieren.

Grüne Krawatten, grüne Business-Kostüme – auch farblich demonstrierte das Topmanagement von Unify die neue Corporate Identity. (Foto: Mehmet Toprak)
Grüne Krawatten, grüne Business-Kostüme – auch farblich demonstrierte das Topmanagement von Unify die neue Corporate Identity. (Foto: Mehmet Toprak).

Event in München und New York

Aus der Taufe gehoben wurden das neue Unternehmen bei einer großen Veranstaltung, die in New York und München gleichzeitig stattfand. Mehr als 1000 Mitarbeiter hatte die Unternehmensführung nach München auf das Siemens-Gelände geladen. Die Bezeichnung Siemens-Gelände ist übrigens kein Fehler, denn zum Zeitpunkt der Einladung war natürlich noch der Name Siemens Enterprise Communications aktuell.

Hamid Akhavan persönlich, CEO des Unternehmens, war es, der auf der Bühne, nach manchen Vorreden und mit großem Multimedia-Pomp den Namen enthüllte. Die frischgebackenen Unify-Mitarbeiter waren zufrieden und spendeten frenetisch Beifall. Offensichtlich sind auch sie erleichtert, dass das Unternehmen mit dem sperrigen Namen jetzt endlich einen coolen, Internet-gängigen Namen tragen darf.

Durfte auf dem Unify-Event nicht fehlen: Der Dank an den Firmengründer und Pionier der Elektrotechnik Werner von Siemens (Foto: Mehmet Toprak).

Beifall für den Chef

Über konkrete Produkte wurde wenig gesagt, auch Zahlen, etwa Umsatzziele kamen nicht zur Sprache. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand aber nach wie vor das “Project Ansible”. Von “Ansible” wird es in erster Linie abhängen, ob es Unify tatsächlich gelingen kann, den Markt für Unified Communications umzukrempeln und damit auch die Firmenvergangenheit hinter sich zu lassen.

Wer mehr über den neuen coolen Auftritt der ehemaligen “Siemensianer” und die Produkte von Unify wissen will, gibt einfach den Firmennamen in die Adresszeile ein. Pünktlich zum Neustart wurde auch die Unify-Website freigeschaltet.