Mit aktuellem Java-Update schmeißt Apple das Java-Plug-in raus

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Java Logo (Grafik: Oracle)

Apple will Nutzer dadurch zum Umstieg auf Java 7 bewegen. Grundsätzlich schließt Version 1.6.0_65 für OS X 10.7 und höher einige Sicherheitslücken in Java SE 6. Außerdem behebt es laut Apple Kompatibilitätsprobleme. Im Zuge der Installation wird allerdings auch das Browser-Plug-in entfernt.

Apple hat Version 1.6.0_65 von Java SE 6 unter Mac OS bereit gestellt. Das Sicherheitsupdate schließt einige Lücken in der Laufzeitumgebung und behebt mehrere Kompatibilitätsprobleme. Es steht für OS X 10.7 und neuer zur Verfügung.

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Veraltete Java-Vesionen sind auch ein Sicherheitsproblem: Anfang des Jahres lief nur auf 5,53 Prozent aller Rechner eine vollständig gepatchte Version von Java SE (Grafik: Websense).

Mit dem Update will Apple Nutzer aber auch motivieren, von der von ihm gepflegten Java-Version auf Oracles Java Runtime umzusteigen: Denn mit der Installation von Version 1.6.0_65 wird laut Dokumentation das von Apple bereitgestellte Java-Plug-in für Browser entfernt.

Webseiten, die ein Java-Applet ausführen sollen, zeigen danach den Hinweis “Fehlendes Java-Plug-in” an. Ein Klick auf die Meldung leitet den Nutzer zu Oracles Java-Website, wo er die aktuelle Version 7 herunterladen kann. Sie unterstützt die jüngsten Funktionen der Java Runtime und enthält auch Fehlerkorrekturen und Sicherheitsfixes.

Apple hat die Java-Entwicklung für Mac OS an Oracle übergeben und fährt den eigenen Support der Laufzeitumgebung für OS X nach und nach herunter. Die letzte von Apple unterstützte Java-Version ist Java SE 6. Einige OS-X-Programme setzen diese weiterhin voraus. Daher werden Nutzer manchmal aufgefordert, Apples Java SE 6 herunterzuladen und einzuspielen, selbt wenn Oracles Java 7 installiert ist. Normalerweise lassen sich beide Versionen parallel nutzen. Allerdings ist zu beachten, dass für Web-Applets ausschließlich Oracles Runtime verwendet wird.

Apples jüngstes Java-Update kann über den Software-Update-Service von OS X heruntergeladen werden. Auf Oracles Java-Website finden Anwender hingegen stets die aktuelle Version der Laufzeitumgebung.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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