Xirrus stellt Access Point mit zwei 802.11ac-Funkzellen vor

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Xirrus-SP XR630

Der Xirrus XR-630 ist laut Hersteller das erste Gerät, das mit zwei AC-Einheiten ausgestattet ist und dadurch einen Durchhsatz von bis zu 2,6 GBit/s erreichen soll. Zudem bedient es 802.11ac-High-Speed-Clients unabhängig von Geräten mit langsamerer WLAN-Anbindung. Dadurch soll die Systemleistung steigen.

Der WLAN-Access-Point XR-630 von Xirrus verfügt über zwei 802.11ac-Funkzellen. Die Datenübertragungsleistung soll bis zu 2,6 GBit/s betragen. Zudem behherrscht das ab Dezember verfügbare Modell auch die Standards 802.11 a, b, g und n. Für höhere Leistung soll zudem die Trennung von AC-Clients von Geräten mit langsamerer WLAN-Anbindung sorgen.

Xirrus-SP XR630Der XR-630 besteht aus einer Familie modularer und offen erweiterbarer XR-Arrays – einer Art Legobaukasten für Funknetzwerke. Eine der Erweiterungen heißt ACExpress und erkennt schnelle und langsame mobile Geräte und trennt sie voneinander.

In den bisher verfügbaren AC-Access-Points sei die Konfiguration fest vorgegeben, erläutert Xirrus. Sie enthielten jeweils eine 2,4-GHz- und eine 5-GHz-Funkzelle, die 802.11ac-Lösungen übertrügen ausschließlich im 5-GHz-Band. Bei statisch konfigurierten Produkten wird der entsprechende Access Point also nur zur Hälfte genutzt, da jeweils nur eine Funkzelle den neuen Standard mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,3 GBit/s unterstützt.

Die zweite Funkzelle des Access Points arbeitet nur mit einer Datenrate von 225 MBit/s, wodurch die Gesamtleistung stark eingeschränkt ist. Die meisten Wireless-Netzwerke müssen bislang noch zahlreiche 2,4-GHz-Clients unterstützen. Deswegen habe man nun mehrere Funkzellen mit Nutzung des 5-GHz-Bands integriert – Bandbreite und Technik jeder Funkzelle des XR-Arrays sind einstellbar.

Da es sich bei WLAN um ein geteiltes Medium handelt, müssen sich langsame Geräte wie 802.11n-Systeme mit 5 GHz und schnelle Modelle mit 802.11ac häufig dieselben Ressourcen teilen. So arbeitet der 802.11n-Client vier Mal langsamer als der 802.11ac-Client. Er beansprucht dadurch viermal mehr Zeit zur Übertragung eines bestimmten Datenvolumens. Dieser Vorgang verringert die verfügbare Bandbreite für schnellere Clients, wodurch sich die Leistung erheblich verschlechtert.

Mit ACExpress verfügt Xirrus über eine Technik, die den Clients unterschiedliche Funkzellen zuweist. Schnelle und langsame Clients werden dabei in eigenen Gruppen zusammengefasst, was die Leistung für alle maximiert. Diese Trennung ist mit herkömmlich konfigurierten Access Points nicht möglich, da jede Funkzelle bereits in unterschiedlichen Frequenzbändern agiert.

ACExpress-Module lassen sich auch in andere XR-Arrays in Access-Points und Routern von Xirrus einbauen. WLANs mit Gigabit-Übertragungsraten, die den gefunkten Datenverkehr auf die Geschwindigkeit schneller drahtgebundener Netzwerk-Switches beschleunigen, seien das Ziel, der XR-630 nur das erste Produkt seiner Art.

Für die Fernadministration steht “Xirrus Application Control” zur Verfügung. Damit lassen sich über 1200 Anwendungstypen mit Deep Packet Inspection (DPI) auf Netzwerkschicht 7 identifizieren und verwalten. Die Funktion klassifiziert und setzt Richtlinien durch: Noch bevor die Verkehrsströme ins Kernnetzwerk gelangen, werden ungewollte Datenpäckchen so schon im Vorfeld aussortiert. Die Inspektion wir durch integrierte Controller durchgeführt und nimmt keine CPU-Power in Anspruch. Der XR-630 kostet 867 Euro und ist ab Dezember erhältlich.

Xirrus Application Control
Mit Xirrus Application Control erfolgt die Fernwartungs des Geräts (Bild: Xirrus).
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