Congstar verkauft Firefox-OS-Smartphone für 90 Euro

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Alcatel One Touch mit Firefox OS (Bild: Deutsche Telekom AG)

Das Gerät soll ab dem 15. Oktober erhältlich sein. Dabei handelt es sich um das Modell One Touch Fire, das ein 3,5-Zoll großes Display und einen 1 GHz schnellen Qualcomm-Prozessor bietet.

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Wie bereits im Juli angekündigt beginnt die Telekom-Tochter Congstar in wenigen Tagen mit dem Verkauf des ersten Smartphones mit Firefox OS in Deutschland. Das Alcatel One Touch Fire wird demnach ab 15. Oktober für 90 Euro erhältlich sein.

Das Alcatel One Touch Fire bietet einen 3,5 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 480 mal 320 Bildpunkten. Während in High-End-Geräten Quad-Core-Prozessoren zum Einsatz kommen, verügt das Firefox-OS-Smartphone lediglich über einen 1 GHz schnellen Single-Core-Prozessor. Auch der Arbeitsspeicher ist mit 256 MByte RAM unterdurchschnittlich. Zum Vergleich: das iPhone 5S bietet 1 GByte RAM, aktuelle Android-Smartphones verfügen sogar über 2 GByte. Insgesamt erfüllt das Alcatel-Modell nur knapp die von Mozilla festgelegten Mindestanforderungen für Firefox OS von 800 MHz Prozessortakt sowie 256 MByte RAM. Es muss daher als Einsteigergerät gesehen werden, das eher auf Feature-Phone-Nutzer als auf Smartphone-Anwender abzielt.

Der interne Speicher ist Congstar zufolge 512 MByte groß, lässt sich aber mittels MicroSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitern. Eine Verbindung zum Internet stellt das Gerät über WLAN oder UMTS mit HSPA bereit. Die weitere Ausstattung umfasst Bluetooth, eine rückseitige 3,2-Megapixel-Kamera und ein 1400-mAh-Akku. Das Gerät misst 11,5 mal 6,2 mal 1,2 Zentimeter und wiegt 122 Gramm.

Seit Anfang Juli vertreibt die Deutsche Telekom das Alcatel One Touch Fire schon in Polen. Es ist eines der ersten Geräte mit Mozillas Mobilbetriebssystem. Die sonst vorgestellten Varianten ZTE Open sowie Keon, Peak und Peak+ vom spanischen Hersteller Geeksphone sind hierzulande nicht verfügbar oder bereits ausverkauft.

Am Mittwoch hatte Mozilla die Fertigstellung des ersten großen Updates für Firefox OS bekannt gegeben. Version 1.1 bringt zahlreiche neue Funktionen wie MMS-Support, eine Autokorrektur während der Texteingabe und eine adaptive App-Suchfunktion für den Homescreen. Auch die Performance wurde optimiert.

Die Telekom-Landesgesellschaften in Ungarn (Magyar Telekom) und Griechenland (Cosmote) starten im Herbst ebenfalls mit der Vermarktung des Alcatel One Touch Fire. Telefónica bietet in Spanien mit dem ZTE Open seit 2. Juli ein Smartphone mit Firefox OS an. Es ist für 69 Euro bei der Tochter Movistar erhältlich.

Beim Mozilla Firefox OS ist der Browser die Umgebung, in der sich alle Apps und Webseiten befinden. Er unterstützt ausschließlich Anwendungen, die in den bekannten Web-Sprachen, allen voran HTML 5, geschrieben werden. Diese sind – wie zum Beispiel Telefonie, SMS und Adressbuch – vorinstalliert oder werden wie Webseiten über den Browser geöffnet. Über ein Plug-In lässt sich Firefox OS auch mit dem Mozilla-Browser testen.

Firefox OS ist nicht das einzige Open-Source-Mobil-OS, das gegen die etablierten Plattformen wie Android und iOS antreten will. Canonical betritt mit Ubuntu Touch ebenfalls im Oktober den Mobilmarkt. Das finnische Smartphone-Start-up Jolla meldete im Mai einen wichtigen Durchbruch bei der Portierung seines Sailfish OS auf Standard-Android-Hardware. Mit eigenen Geräten wollen die Finnen noch dieses Jahr starten.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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