Monitore kosten pro Jahr unnötigerweise 480 Millionen Euro

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Philips-X-Line-Monitor

Das behauptet Monitoranbieter MMD unter Berufung auf Umfragen unter Nutzern. Die Ersparnis wäre möglich, wenn Verbraucher umweltbewusster handelten. Viel brächte schon, wenn sie nicht genutzte Bildschirme im Büro abschalteten.

MMD hat der Ergebnisse einer über YouGov durchgeführten Umfrage zum Nutzungsverhalten bei Monitoren veröffentlicht. Demnach schalten 64 Prozent der Befragten ihre Monitore abends nicht aus, wenn sie das Büro verlassen. Nur 36 Prozent der Befragten stellen ihren Monitor nach der Arbeit aus.

Philips-X-Line-Monitor

Demnach sind 64 Prozent der Monitore 24 Stunden pro Tag an allen 7 Wochentagen und das ganze Jahr über ohne Unterbrechung eingeschaltet. Bei geschätzten 28 Millionen Arbeitsplatzcomputern in Deutschland und einem Einsparpotenzial von bis zu 26 Euro Stromkosten pro Monitor pro Jahr (basierend auf einem durchschnittlichen Strompreis von 0,149 Euro pro Kilowattstunde und einem durchschnittlichen Stromverbrauch eines Monitors von 25,49 Watt) ergäben sich somit Gesamtkosten von über 480 Millionen Euro, die vermeidbar wären.

Einer von sieben Deutschen sitzt täglich 9 bis 12 Stunden und mehr vor dem Computer. Da sollte man meinen, dass sie es sich da so bequem wie möglich machen – aber weit gefehlt: 66 Prozent der Befragten wurden nicht an ihrem Arbeitsplatz eingewiesen, wie Tisch, Computer und Monitor ergonomisch eingestellt werden. 40 Prozent besitzen keinen höhenverstellbaren Bildschirm und 73 Prozent haben keinen höhenverstellbaren Schreibtisch.

Das schreit nach stromsparenden Ergonomiebildschirmen, muss sich das MMD-Management gedacht haben und produziert nun schon seit einiger Zeit entsprechende Geräte. Bei denen schaltet der Philips “PowerSensor” nicht genutzte Geräte ab, wenn der “ErgoSensor” länger kein Gesicht vor dem Screen erfasst und sich auf dem Schirm nichts ändert.

Philips-Monitore

Die Veröffentlichung der Studie soll dies in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Die Arbeit mit einem der ersten dieser Bildschirme überprüfte ITespresso schon im vergangenen Jahr und kam zu dem Ergebnis, dass die Ergonomiefunktionen im Anfangsstadium stecken und verbesserungsfähig sind.

Mit neueren Geräten will der Hersteller diese Verbesserungen nun ereicht haben – und darüber hinaus Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe ermöglichen. Sie sollen über Nacht im Standby-Modus laufen und sich ausschalten, wenn niemand vor dem Gerät sitzt.

Außer Strom ließe sich so auch der Kohlendioxidausstoß verringern: Gut gemanagte PCs und Monitore könnten in Deutschland bis zu 1,6 Millionen Tonnen Einsparpotenzial pro Jahr ausschöpfen, schreibt MMD.

Weitere Ergebnisse der Studie betonen die Wichtigkeit der Arbeitsplatzergonomie, also Höhenverstellbarkeit, automatische Hinweise auf Fehlhaltung durch den “ErgoSensor” und augenschonende Wirkungen neuer LCD-Monitore mit “LightFrame”-Technologie; die mit kühlem blauen Licht die visuellen Sinne des Betrachters stimulieren und dadurch die Konzentration verbessern und Augenmüdigkeit verringern sollen.

Wie so oft gilt also auch hier, dass der Auftraggeber der Studie für die identifizieren Probleme wundersamerweise gleich eine Lösung parat hat. Allerdings ist die Studie als Denkansatz durchaus wertvoll – und es kann nichts schaden, wenn sie zu Erhebungen im eigenen Unternehmen anregt.

Tipp: Sie sind auf der Suche nach einem neuen Computermonitor? Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen und wie Sie den richtigen Monitor für Ihren PC finden.

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