Steganos rüstet Privacy Suite mit stärkerer Verschlüsselung auf

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Die 15. Auflage der Verschlüsselungssoftware steht zum Download auf der Herstellerseite bereit. Zum ersten Mal kommt dabei ein Verschlüsselungsalgorithmus mit 384 Bit zum Einsatz. Neu sind auch die einfache Datensynchronisierung mit Dropbox sowie die chiffrierte Speicherung sensibler Passwörter für den Online-Speicher der Deutschen Telekom.

Die jährlich erscheinende Privacy Suite von Steganos steht ab sofort in der Version 15 zum Download bereit. Die Software kostet für Neukunden 49,95 Euro, als Upgrade-Paket ist sie für 29,95 Euro erhältlich. Sie läuft unter den 32- und 64-Bit-Versionen von Windows XP, Vista, 7 und 8.

Steganos Privacy Suite
Die neueste Ausgabe der Steganos Privacy Suite beinhaltet nun das VPN-Tool Online Shield 365 (Bild: Steganos).

In dem Paket hat der Berliner Verschlüsselungsspezialist seine relevantesten Tools zum Schutz der digitalen Privatsphäre vereinigt. Neu integriert wurde die VPN-Software Online Shield 365. Diese verschlüsselt die Internet-Verbindung sicherheitsbewusster Nutzer, indem sie einen VPN-Tunnel über die jeweilige Session legt und den Datenverkehr auf diese Weise über sichere Server umleitet.

Ansonsten bietet Steganos seinen Kunden altbewährte Komponenten, die um einige praktische und sicherheitsverstärkende Neuerungen ergänzt wurden: So kann der Anwender – wie schon in der Vorgängerversion – verschlüsselte Daten in einem digitalen Steganos-Safe ablegen. Dabei handelt es sich um ein virtuelles Laufwerk beziehungsweise einen Datei-Container, der bis zu einem Terabyte an chiffrierten Informationen aufnehmen kann.

Der Safe-Container kann entweder lokal auf der Festplatte, portabel auf einem USB-Stick oder aber in der Dropbox-Cloud erstellt werden. Besonders stolz ist Steganos auf letzteren Ablageort, da der Cloud-Dienst die sogenannte automatische inkrementelle Synchronisation unterstützt. Das bedeutet, dass bei einer Änderung der verschlüsselten Daten nicht jedesmal aufs Neue der gesamte Container-Inhalt in die Cloud geschoben werden muss.

Dropbox erlaubt vielmehr das blockweise Auslesen der chiffrierten Safe-Informationen, bei dem immer 8-MByte-Blocks auf mögliche Modifikationen überprüft und bei einer festgestellten Änderung nur die betroffenen Blocks in die Cloud hochgeladen werden. Da es sich bei Dropbox um einen US-amerikanischen Online-Speicherdienst handelt, stellt Steganos mit einer Echtzeit-Verschlüsselung sicher, dass die Daten bereits vor dem Upload chiffriert werden, der Web-Dienst somit keinen Zugriff auf die Nutzerdaten bekommt und diese weder auswerten noch weitergeben kann.

Hinsichtlich der Verschlüsselungstiefe hat das Berliner Sicherheitsunternehmen bei seinem containerbasierten Verschlüsselungsverfahren noch einmal aufgestockt und verwendet nun den noch ungeknackten symmetrischen AES-XEX-Algorithmus. Dieser operiert mit der zurzeit maximal möglichen Schlüssellänge von 384 Bit.

Auch der Passwort-Manager ist in Version 15 des Verschlüsselungspakets wieder enthalten. Er ermöglicht es dem Benutzer, chiffrierte Passwörter – genau wie Daten – entweder lokal auf dem PC, mobil auf einem USB-Stick oder in der Cloud abzulegen. Neuerdings kann man seine codierten Passwortlisten dabei nicht nur bei Dropbox lagern, sondern auch im Mediencenter, dem Cloud-Dienst der Deutschen Telekom. Dies dürfte vor allem wieder unter den Anwendern Zustimmung finden, die seit der NSA-Spionage-Affäre grundsätzlich keinen US-Diensten mehr trauen.

Unabhängig vom Speicherort der Passwörter, sorgen ein Browser-Plug-in und eine neue Steganos-App für mehr Flexibilität bei der sicheren Handhabung sensibler Passwörter. Das Plug-in für Chrome, Firefox und den Internet Explorer zieht benötigte Log-in-Daten aus der verschlüsselten Passwortliste des Users und trägt diese in die entsprechenden Browser-Formulare ein. Mittels der kostenlosen App Steganos Mobile Privacy, die für iOS und Android verfügbar ist, kann man zudem auch von unterwegs aus auf chiffrierte Codewörter zugreifen.

Darüber hinaus hat Steganos im aktualisierten Passwort-Manager jetzt eine Druckfunktion integriert, mit deren Hilfe ein Nutzer seine Passwort-Liste für den Fall seines Ablebens ausdrucken und beispielsweise bei einem Notar hinterlegen kann. Das hilft, falls er seine Daten an seine Angehörigen weitergeben möchte.

Weiterhin ist auch in der neuesten Privacy-Suite-Version eine – laut Herstellerangaben – benutzerfreundliche E-Mail-Verschlüsselungssoftware integriert. Ebenfalls nicht fehlen darf natürlich das Crypt-and-Hide-Tool, das beispielsweise das Verstecken sensibler Informationen in Bildern oder Audiofiles erlaubt – sozusagen die Spezialität von Steganos.

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