BSI und Polizei bieten Kompass zur sicheren Internetnutzung

Sicherheit
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Mit ihm soll die Bevölkerung über Gefahren und Risiken aufgeklärt werden. Zehn einfache Regeln sollen den Weg zur gefahrenlosen Internetnutzung ebnen. Mit besonderer Sorge sehen die Behörden das Thema Identitätsdiebstahl.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) haben einen an private Internetnutzer gerichteten Sicherheitskompass vorgestellt. Mit ihm wollen sie zehn einfache Regeln vermitteln, die für mehr Sicherheit im digitalen Alltag sorgen können. Anlass für den Start des Informationsangebotes ist der Europäische Monat für Cyber-Sicherheit im kommenden Oktober.

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Trotz bereits vielfältiger Informationsangebote halten die Initiatoren des Sicherheitskompasses diesen für erforderlich. Sie stützen sich dabei auf eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BSI. Aus der geht hervor, dass sich weniger als die Hälfte der Befragten vom Thema IT-Sicherheit betroffen fühlt. Diese Haltung spiegelt sich im Verhalten der Nutzer wieder. Beispielsweise surfen fast 60 Prozent von einem Benutzerkonto mit Administratorenrechten.

Auch bei mobilen Geräten hat das BSI Nachholbedarf ausgemacht: Fast 40 Prozent der Umfrageteilnehmer vernachlässigen den Schutz von mobilen Geräten, mit denen sie ins Internet gehen können indem sie keine Updates installieren. Vorsichtiger sind sie dagegen am heimischen Rechner. Antiviren-Software, Firewall oder zeitnah installierte Sicherheitsupdates gehören hier schon fast zum Alltag.

BSI-Umfrage: Gefahren und Sicherheitsbewusstsein im Web

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Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Infromationstechnik) hat zusammen mit der Polizei Ende September die Ergebnisse einer Umfrage in der Bevölkerung veröffentlicht. Demnach fühlt sich fast die Hälfte (48 Prozent) der Befragten von dem Thema nur wenig oder gar nicht betroffen (Grafik: BSI und Polizei).

Im Jahr 2012 wurden in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik 229.408 Internet-Straftaten registriert, 2011 waren es noch 222.267 Fälle. “Die gestiegenen Fallzahlen im Bereich Internetkriminalität zeigen, dass die Bevölkerung stärker über die Gefahren und Risiken der digitalen Medien aufgeklärt werden muss”, sagt Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. “Jeder Internetnutzer sollte wissen, wie er sich effektiv vor Internetproblemen und -kriminalität schützen kann.”

“Anlass zur Sorge bereitet uns zunehmend das Thema Identitätsdiebstahl. Hier haben wir in einem Vierteljahr etwa 250.000 Fälle registriert”, ergänzt Michael Hange, Präsident des BSI. “Wer die zehn leicht umsetzbaren Regeln unseres Sicherheitskompasses berücksichtigt, kann sich effektiv vor Identitätsdiebstahl und anderen Gefahren des Internets schützen.”

Als Service für seine Leser hat ITespresso den Sicherheitskompass hier eingebunden. Er lässt sich aber auch auf der Website der Polizeilichen Kriminalprävention einsehen und nutzen.

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