Telekom Shops kaufen nun auch ausgediente Mobiltelefone an

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Alte Handys (Bild: Peter Marwan)

Für ihr gebrauchtes Handy erhalten Kunden einen Gutschein für das Sortiment in den Telekom Shops. Die angenommenen Geräte werden weiterverkauft oder der Wiederverwertung zugeführt. Nach dem Pilotbetrieb in 60 Shops wird das Rücknahmeangebot nun auf alle 725 ausgeweitet.

Die Deutsche Telekom nimmt jetzt in all ihren Shops gebrauchte Mobiltelefone in Zahlung. Bisher war das in einem Pilotversuch in 60 ausgewählten möglich, nun steht der Handyankauf-Service in allen 725 zur Verfügung. Verkäufer erhalten allerdings kein Bargeld, sondern einen Warengutschein.

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Der Gutschein wir dem Kunden sofort ausgehändigt. Der Gutschein ist für das gesamte Sortiment der Telekom Shops gültig. Wieviel für das Altgerät vergütet wird, ermittelt der Mitarbeiter im Telekom Shop. Das dauert laut Telekom nur wenige Minuten.

Interessenten können auch vorab über www.t-mobile.de/handyankauf oder die Telekom-Shop-App selbst eine Bewertung vornehmen. Bei der Wertermittlung spielen die Funktionstüchtigkeit, das äußere Erscheinungsbild und inwieweit das zum ursprünglichen Lieferumfang gehörende Zubehör noch vorhanden ist, eine Rolle.

Damit bezieht die Telekom dieselben Faktoren mit ein, wie dies auch die inzwischen zahlreichen Ankaufsportale im Internet das tun. Laut Telekom werden in den hauseigenen Shops beispielsweise für ein iPhone 4S mit 32 GByte bis zu 240 Euro angesetzt. Wie eine kürzlich durchgeführte Stichprobe von ITespresso ergab, lagen die Ankaufsangebote der sieben untersuchten Portale für dasselbe Modell zwischen 241,41 und 358,41 Euro.

Insgesamt lagen alle sieben verglichenen Ankäufer über dem Telekom-Angebot. Allerdings besteht bei den Online-Ankäufern die Gefahr, dass die Zustandseinschätzung von Verkäufer und Käufer nicht übereinstimmen – letztendlich also ein niedrigerer Preis erzielt wird, als zunächst angenommen und erhofft. Manche scheinen sogar darauf zu spekulieren, dass der Kunde, dem ein besonders lukratives Angebot gemacht wurde, der Aufwand für die Rückabwicklung dann zu groß ist, wenn ihm letztendlich doch einiges weniger bezahlt wird.

Eindeutiger Vorteil der Online-Ankäufer ist dagegen, dass sie den Ankaufbetrag überweisen, der Verkäufer mit seinem Geld also dann kaufen kann, was er will. Alternativ können sich Verkaufswillige zum Beispiel auch Angebote von Otto, Simyo und Blau.de – hinter denen der Ankäufer Wirkaufens.de steht – oder Congstar, Cyberport, Saturn, und Gravis – die der Ankäufer Flip4new abwickelt – einholen.

Nicht zuletzt hat Ebay seinen im Herbst vergangenen Jahres als Sofortankauf gestarteten Dienst, der inzwischen Ebay Elektronik-Ankauf heißt, erst im Frühsommer deutlich erweitert. Und speziell für iPhones experimentiert Berichten zufolge auch Apple selbst mit einem Umtauschprogramm.

Die Telekom arbeitet bei ihrem Angebot mit Teqcycle zusammen, das die angekauften Geräte geprüft und eventuell noch vorhandene Daten löscht. Erst anschließend würden sie unter Anwendung der nationalen, europäischen und internationalen Regelungen weiterverkauft. Defekte Geräte verspricht Teqcycle fach- und umweltgerecht innerhalb Europas stofflich zu verwerten, um die enthaltenen Rohstoffe zurückzugewinnen. Ein Weiterverkauf von Elektronikschrott finde nicht statt.

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