Dell nimmt sein einziges Tablet mit Windows RT aus dem Angebot

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In den USA wird das XPS 10 bereits nicht mehr angeboten. In Deutschland ist es derzeit je nach Ausführung noch zu Preisen zwischen 308 und 451 Euro lieferbar. Es werden aber nur noch die Lagerbestände abverkauft.

Dell wird das Tablet XPS 10 in seiner derzeitigen Form – also mit Windows RT als Betriebssysteme, künftig nicht mehr anbieten. Einen entsprechenden Bericht von PC World hat Dell Deutschland auf Nachfrage von ITespresso bestätigt. Allerdings ist das Modell im deutschen Dell-Shop noch verfügbar – je nach Ausstattung zu Preisen 259 und 379 Euro beziehungsweise mit Mehrwertsteuer zwischen 308 und 451 Euro.

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Das Windows-RT-Tablet XPS 10 (Bild: Dell).

Spekulationen, dass sich Dell damit endgültig von Windows RT verabschiedet, wollte das Unternehmen jedoch nicht bestätigen. Es ist derzeit neben Microsoft der einzige Anbieter.

Anfang August hatte sich Asus verärgert von der Betriebssystemvariante abgewandt. Damals kritisierte Asus-Chef Jonney Shih Microsoft auch für einige strategische Fehler bei Windows 8. Samsung hatte zwar Windows-RT-Geräte geplant, sie aber noch vor der Markteinführung wieder abgesagt. Stiege nun auch Dell aus, bliebe Microsoft als einziger Anbieter übrig.

Bereits im April hatte sich ein hochrangiger Dell-Manager Medien gegenüber enttäuscht über die Nachfrage nach Windows-RT-Geräten geäußert. Allerdings hatte er auch bekräftigt, dass man trotz der bis dahin geringen Nachfrage an Windows RT festhalten werde. Nichtsdestotrotz waren die Preise im Mai dann auch in Deutschland deutlich reduziert worden.

Dell hat für 2. Oktober zu einer Veranstaltung nach New York eingeladen, auf der neue Tablets präsentiert werden sollen. Ob darunter auch ein auf Windows RT basierender Nachfolger für das XPS 10 vorgestellt wird, scheint eher unwahrscheinlich. Gut informierte Quellen haben gegenüber ITespresso jedoch darauf hingewiesen, dass das Hardware-Konzept des XPS 10 – also die zweigeteilte Architektur mit Display einerseits und Tastatur andererseits – sicherlich fortgeführt werden wird.

Dass das Unternehmen sich nicht komplett und ähnlich verärgert wie Asus von Windows RT abwendet, ist möglicherweise auch darauf zurückzuführen, dass Microsoft Michael Dell und seinen Mitstreitern beim Buy-Out des Unternehmens massiv unter die Arme gegriffen hat. Der Konzern hat mit einem Paket von zwei Milliarden Dollar seinen Teil zum Gelingen der Transaktion beigetragen. Windows RT – wenn auch auf Sparflamme – weiterzuführen, könnte eine zwar kleine, aber wichtige Geste der Verbundenheit der Texaner darstellen und für sie eine Frage der Ehre sein.

In den USA wird das XPS 10 von Dell bereits nicht mehr angeboten, in Deutschland werden die Lagerbestände noch abverkauft (Screenshot: ITespresso).
In den USA wird das XPS 10 von Dell bereits nicht mehr angeboten, in Deutschland werden die Lagerbestände noch abverkauft (Screenshot: ITespresso).
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