AppConKit hilft Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Mobilstrategie

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AppConKit

Der Trend bei der unternehmerischen App-Entwicklung hat sich gewandelt: Während 2010 noch Vorstände oder IT-Abteilung die meisten Mobilprojekte anstießen, sind es 2013 die Fachabteilungen. Um ihnen die Anwendungsentwicklung zu erleichtern, stellt Weptun nun ein simples Kit zur Verfügung. Start-ups erhalten es zu Sonderkonditionen.

Dienstleister und Software-Entwickler Weptun sieht bei vielen Unternehmen mangelndes Verständnis bei der Umsetzung von Business-Apps. Mit einem Entwicklungskit, das auch Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse für plattformübergreifende App-Generierung nutzen können – und mit der Einhaltung von offenen Standards – will der Spezialist den Unternehmen und Fachabteilungen zu sinnvollen Mobilprogrammen verhelfen.

ApCconKit
Das AppConKit von Weptun hilft bei der Entwicklung von mobilen Business-Anwendungen (Bild: Weptun).

Das Start-up hinter der Lösung ist aus einem iPhone-Projekt der TU München entstanden und kümmerte sich von Anfang an nur um die geschäftliche Anwendung von Smartphones. Dominik Ueblacker und seine Mitstreiter sehen sich auf einer “Mission, standardisierte Anwendungen zur Optimierung von mobilen Geschäftsprozessen” herzustellen.

Nach der Umsetzung von über 60 Apps für internationale Unternehmenskunden verkauft Weptun nun das daraus hervorgegangene Entwicklungskit AppConKit. Es erlaubt dem Nutzer, aus einer großen Liste fertiger Oberflächen, Schnittstellen zu Systemen wie SAP und zu Backend-Integrationen mit der Firmen-IT zuzugreifen – und so schnell native Geschäfts-Apps für iOS, Android und Blackberry 10 zu entwickeln. Im Vorschaumodus auf dem Entwickler-PC lässt sich Optik und Bedienungsgefühl der unterschiedlichen Mobilversionen darstellen.

Auch Mobilanwendungen sind komplexe Softwareprojekte

Dass es sich häufig bei Mobilanwendungen um ein genauso komplexes Software-Entwicklungsprojekt handelt wie bei Server-Anwendungen, sei den meisten Auftraggebern nicht klar. “Das ist nur eine App!” höre man erst von vielen Auftraggebern. An Pflichtenhefte und dergleichen würden die Wenigsten denken. Oft gingen Unternehmen nur den Weg zur Mobilanwendung, “weil es die Konkurrenz auch tut” – ohne sich zuvor zu überlegen, was sie eigentlich damit bezwecken wollen.

Dass eine Entwicklung einer Business-Anwendung nicht so teuer sein muss, wie manche Marktforscher behaupten, sei aber auch der Nutzung eines Entwicklungstools zu verdanken, das die komplette Neuerfindung einer Software für den Mobilbereich vermeide. Das eigene AppConKit für die plattformübergreifende Entwicklung ist für Start-ups fast kostenfrei: Bei seiner Nutzung für Apps für bis zu 15.000 Mobilgeräte ist es kostenfrei, Support gibt es via Forum. Bei Anwendung für Apps für bis zu 50.000 Geräte ist es für 49 Euro im Monat nutzbar – bei zwei im Preis inbegriffenen Supportfällen im Jahr. In Stufe zwei für bis zu 250.000 Geräte kostet AppConKit 249 Euro im Monat und enthält bis zu sechs Supportfälle im Jahr. Alles darüber hinaus muss separat verhandelt werden.

Fertige Lösungen aus dem Entwicklerkit

Mit einigen eigenen Entwicklungen von Geschäftsanwendungen will Weptun zeigen, wie mit Hilfe des Tools schnell Anwendungen entstehen können. Zu den standardisierten Lösungsmodulen des Unternehmens zählen Apps für CRM, Sicherheit, Zeiterfassung und für Corporate Publishing.

Weptun LeadApp
Die LeadApp erfasst Geschäftskontakte und kann sie an CRM-Systme übertragen (Bild: Weptun).

Die Vertriebsanwendung PerfectSales zum Beispiel ist eine Tablet-App, die mehr klassische Vertriebselemente einbezieht als viele andere Lösungen: CRM-Integration ist nur ein kleiner Teil, enthalten sind auch mobiler Produktkatalog, Need Analyser und mobile Auftragsdatenerfassung inklusive möglicher ERP-Anbindung. Die App ist für iPad und Android Tablets verfügbar.

Die LeadApp ist eine Anwendung zur Zusammenstellung der nötigen Daten für angehende Geschäftsbeziehungen. Die Lead-Bogen-App dagegen eignet sich etwa für den Messeeinsatz. Die erfassten Daten der einfach zu bedienenden App können in vorhandene CRM-Systeme übertragen werden. Die App kann themenbezogen bei Weptun angefragt und auch angepasst werden und soll als anpassbare Version bald auch im AppStore und bei Google Play zum Download bereitstehen.

Die “EARLI Conference App” wurde auf der gleichnamigen Bildungsmesse von knapp 1000 Nutzern auf iPhone und Android Smartphones genutzt. Neben Konferenz-Funktionen wie Agenda, Sprecherprofilen und Informationen über die Veranstaltung, können sich die User ihre Konferenzagenda mit der App selbst zusammenstellen, haben direkten Zugriff auf alle Abstracts der Sprecher und können einen Live-Twitter-Stream füttern. Eine Anwendung für Veranstaltungen kann Weptun mit Hilfe seines Entwicklungstools schnell erzeugen – oder ein dritter Dienstleister, der das AppConKit verwendet.

Neben den günstigen Start-up-Preisen für Entwickler gibt es natürlich die Anwendung für Unternehmen. Aber dafür habe man kein fixes Lizenzmodell mehr, erklärt Ueblacker: “Das war einfach nicht darstellbar”. Wenn es um die Umsetzung einzelner Projekte geht, verlange man je nach Umfang der App zwischen 500 und 2000 Euro pro App und biete noch einen Wartungsvertrag an, denn oft müssten Apps an die wechselnden Mobilbetriebssystemversionen angepasst werden. Wenn die Unternehmen das Tool selber als Entwicklungswerkzeug einsetzen wollen, liegt der Preis durchschnittlich bei 6000 bis 8000 Euro einmalig, einen Wartungsvertrag empfiehlt Weptun den Käufern.

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