Finanzinvestoren bieten 4,7 Milliarden Dollar für Blackberry

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Blackberry (Bild: Josh Miller / CBS Interactive)

Das Bieterkonsortium wird von Fairfax Financial Holdings angeführt. Dem Investor gehören bereits zehn Prozent der Blackberry-Aktien. Die Anleger sollen pro Aktie 9 Dollar erhalten. Nach Abschluss der Transaktion wollen die Bieter Blackberry von der Börse nehmen.

Blackberry hat von einem von Fairfax Financial Holdings angeführten Konsortium ein Übernahmeangebot erhalten. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Aktionäre 9 Dollar pro Anteilsschein erhalten, 0,78 Dollar mehr als der gestrige Eröffnungskurs. Die Transaktion hat damit einen Gesamtwert von rund 4,7 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 3,48 Milliarden Euro)

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Fairfax will seinen Zehn-Prozent-Anteil an Blackberry in das Konsortium einbringen, das bis zum 4. November Zeit hat, die Bücher von Blackberry zu prüfen. Bis dahin hat wiederum Blackberry das Recht, andere Angebote in Betracht zu ziehen. Nach Abschluss der Übernahme wollen die neuen Eigentümer Blackberry von der Börse nehmen.

“Wir glauben, dass mit dieser Transaktion ein neues aufregendes Kapitel für Blackberry, seine Kunden, Mobilfunkpartner und Mitarbeiter beginnt”, wird Fairfax-CEO Prem Watsa in einer Pressemitteilung zitiert. “Wir können Aktionären sofort einen Mehrwert bieten, während wir die Umsetzung einer langfristigen Strategie in einem nicht börsennotierten Unternehmen fortsetzen, mit Fokus auf überlegene und sichere Enterprise-Lösungen für Blackberry-Kunden weltweit.”

Anfang des Jahres veröffentlichte Blackberry nach mehreren Verzögerungen sein Mobil-OS Blackberry 10. Auch die Entscheidung, mit dem Z10 als erstes Gerät ein reines Touchscreen-Smartphone auf den Markt zu bringen, stellte sich im Nachhinein als falsch heraus. Für das zweite Fiskalquartal (bis 31. August) hat Blackberry vergangenen Freitag eine Abschreibung von bis zu 960 Millionen Dollar auf unverkaufte Lagerbestände angekündigt, bei denen es sich “in erster Linie um Blackberry-Z10-Geräte handelt”.

Die Bilanz für das zweite Geschäftsquartal wird Blackberry am Freitag vorlegen. Aufgrund der Abschreibung soll der Nettobetriebsverlust 950 bis 995 Millionen Dollar betragen. Darüber hinaus hat das Unternehmen den Abbau von 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. Das sind 40 Prozent der derzeitigen Belegschaft.

Auf das Kaufangebot von Fairfax reagierte die Börse gestern positiv. Zwischenzeitlich stieg der Kurs der Blackberry-Aktie an der Nasdaq auf 8,98 Dollar. Der Schlusskurs lag bei 8,82 Dollar. Im nachbörslichen Handel sank der Preis jedoch wieder um 0,06 Dollar auf 8,76 Dollar.

Zwischen April und Juni 2013 konnte Blackberry Einnahmen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar erzielen. Das entspricht einem Umsatzplus von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Grafik: Statista )
Zwischen April und Juni 2013 konnte Blackberry Einnahmen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar erzielen. Das entspricht einem Umsatzplus von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Grafik: Statista).

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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