Anzahl der Betrugsversuche per Android-Malware nimmt zu

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Android Logo (Bild: Google)

Im ersten Halbjahr 2013 waren 77 Prozent aller Schadprogramme für Android auf Profit ausgerichtet. Dazu zählt die mTANs stehlende Malware Stels. Sie wird F-Secure zufolge inzwischen für mehrere Botnet-Kampagnen eingesetzt.

Immer mehr Malware für Android ist auf Betrug ausgerichtet. Im ersten Halbjahr 2013 lag der Anteil bei 77 Prozent. Das hat F-Secure ermittelt. Die Ende 2012 entdeckte Malware Stels ist F-Secure zufolge bisher die gefährlichste Schadsoftware, die es auf das Geld von Android-Nutzern abgesehen hat. Sie kann mobile Transaktionsnummern (mTAN) stehlen, die per SMS verschickt werden.

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Ursprünglich sei Stels nur von einer Person eingesetzt worden, die Tausende Bots auf Android-Geräten installiert habe, sagt Sean Sullivan, Sicherheitsberater bei F-Secure. “Wir glauben, dass sich Stels nun in der Hand professionellerer Leute befindet.” Wahrscheinlich gebe es inzwischen mehrere Varianten von Stels, die für unterschiedliche Botnet-Kampagnen eingesetzt würden. Einige davon seien in der Lage, zusätzliche Software nachzuladen und persönliche Daten auszuspähen.

Die Betreiber des Stels-Botnets hätten ihr Netzwerk zudem in den vergangenen Monaten um einige Funktionen erweitert, darunter ein Backup für die verwendeten Befehlsserver. Nach dem Verlust der Domain “droiddad.net” im Mai seien die einzelnen Bots auf eine andere Adresse umgeleitet worden.

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Im ersten Halbjahr hat sich die Zahl der schädlichen Android-Programme um 175.000 auf 405.140 erhöht (Grafik: F-Secure).

Als weiteres Beispiel führt F-Secure in seinem aktuellen Threat Report (PDF) die Malware BadNews an. Varianten davon hätten es nicht nur in die Online-Marktplätze von Baidu oder Opera geschafft, sondern auch in den Google Play Store und sei mehrere Millionen Mal heruntergeladen worden. Das Schadprogramm kontaktiert Premium-SMS-Dienste, wovon die Angreifer finanziell profitierten.

Insgesamt hat F-Secure zwischen März und Juli 175.000 neue Schadprogramme für Android entdeckt. Die Gesamtzahl habe sich dadurch auf über 405.000 erhöht. 96 Prozent aller neuen mobilen Malware-Familien seien im ersten Halbjahr 2013 auf Android ausgerichtet gewesen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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