München baut zum Oktoberfest kostenloses WLAN-Angebot aus

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Es ist nun auf vier Plätzen verfügbar: Auf dem Marienplatz können Bewohner und Besucher der Stadt seit Ende April gratis Surfen, hinzugekommen sind Stachus, Sendlinger-Tor-Platz und Odeonsplatz. Die Verbindung wird zwar nach einer Stunde getrennt, man kann sich aber beliebig oft neu einwählen.

Der Internet-Provider M-net, das Stadtportal muenchen.de und die Stadtwerke München (SWM) haben heute das im Auftrag der Stadt München errichtete kostenlose öffentliche M-WLAN erweitert. Seit Ende April ist darüber im Probebetrieb bereits für Bewohner und Besucher der Stadt auf dem Marienplatz kostenloses Surfen via WLAN möglich. Am Vorabend des diesjährigen Oktoberfestes geht das nun auch am Sendlinger-Tor-Platz, am Odeonsplatz und am Stachus.

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Die Versorgung am Isartorplatz, die im Juni Medienberichten zufolge ebenfalls geplant war, wurde nun doch nicht umgesetzt. An den anderen vier Plätzen sollen nun mehrere, in drei Metern Höhe angebrachte Access Points, für eine flächendeckende Abdeckung sogen. Weitere Plätze sind bereits in Planung, zusätzliche Standorte werden untersucht. Dazu gehören der Hauptbahnhof, das Kulturzentrum Gasteig sowie die Münchner Volkshochschulen und Kulturzentren in verschiedenen Stadtteilen.

Die Festwiese selbst wird derzeit weder mit WLAN versorgt noch scheint das angedacht. Für das Oktoberfest betreiben die Mobilfunkanbieter jedes Jahr erheblichen Aufwand, um mit zusätzlicher Ausrüstung die erforderliche Abdeckung zu ermöglichen. Details dazu hat im vergangenen Jahr Harald Karcher in einer Reportage für ZDNet geschildert.

Um sich beim Gratis-WLAN in München einzuwählen, müssen Nutzer auf ihrem Mobilgerät unter den WLAN-Einstellungen nach verfügbaren Netzwerken suchen und “M-WLAN” auswählen. Anschließend ist im Browser noch den Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Akzeptieren sie diese, werden sie zu automatisch zu einer Startseite mit den Online-Angeboten von M-net, muenchen.de und SWM weitergeleitet. Von hier aus können sie dann eine Stunde lang kostenlos auf das Internet zugreifen. Nach Ablauf der Zeit soll ist beliebig oft die direkte Neueeinwahl möglich.

Bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher WLAN-Netze in Deutschland gibt es nach wie vor hinsichtlich der sogenannten Störerhaftung Rechtsunsicherheit. Wer einen Internetanschluss zur Verfügung stellt, haftet demnach auch für Missbrauch durch Dritte, etwa bei illegalen Downloads. Daher wollen die Betreiber des Münchner Gratis-WLAN bestimmte Internetseiten sicherheitshalber sperren.

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Übersicht über die Städte in Bayern, für die Kabel Deutschland bereits den WLAN-Ausbau angekündigt hat (Stand: 4. September 2013, Grafik: Kabel Deutschland).

Konkurrenz bekommt M-WLAN durch das von Kabel Deutschland angekündigte Netz von öffentlichen WLAN-Hotspots in Bayern. Dazu versieht Kabel Deutschland Verteilerkästen mit sogenannten WLAN-Hauben. Bisher sind in 68 Gemeinden  die Arbeiten dafür begonnen worden oder geplant.

Über sie dürfen Nutzer pro Tag allerdings nur jeweils bis zu 30 Minuten gratis surfen. Für viele Anwendeungsfälle dürfte das aber vollkommen ausreichen. Für längere Web-Sessions wollte Kabel Deutschland über unterschiedliche Bezahloptionen nachdenken. Ob die Überlegungen nach der Übernahme durch Vodafone fortgeführt werden, ist allerdings offen.

Ab wann die Hotspots in den einzelnen Orten aktiv sind und wo sie sich genau befinden, teilt Kabel Deutschland dann jeweils über regionale Medien mit. Außerdem will Kabel Deutschland weitere Städte in anderen Bundesländern bekannt geben, in denen das WLAN-Angebot ausgebaut werden soll.

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