Barracuda bringt neue Firewall-Modelle für kleine Unternehmen

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Barracuda Firewall Appliances

Die Hardware-Firewalls X100 und X101 und ihre aktuelle Firmware-Version 6.1 sollen besonders KMUs helfen, schnell und einfach zu geschützten Netzen zu kommen. Dem Anspruch tragen Konfigurationsassistenten für Erstinstallation und Netzwerkverwaltung sowie erweiterte Security-Funktionen wie der sichere Remote-Zugang über das integrierte SSL-VPN Rechnung.

Barracuda Networks hat seine Firewalls X100 und X101 vorgestellt. Zentrales Element ist die Firmware 6.1. Wer schon eine Barracuda-Firewall-Appliance hat und am “Energize”-Serviceprogramm teilnimmt, bekommt das Update auf die neue Software kostenlos.

Barracuda Firmware 6.1
Die Firmware der Barracuda-Firewalls zeigt den aktuellen Status (Bild: Barracuda Networks).

Grundsätzlich sind KMUs zum Schutz ihrer Netze auf die gleichen Maßnahmen angewiesen wie Großunternehmen, haben aber bei Kosten und Ressourcen nicht die gleichen Mittel. Barracuda verspricht aber mit “Enterprise-Grade”-Lösungen für nicht ganz so große Geldbeutel auch die kleineren Kunden zu bedienen. Dazu hat der Hersteller manche Verwaltungs- und Content-Filtering-Funktionen in die Cloud ausgelagert. In Version X101 ist zusätzlich ein WLAN-Access-Point integriert.

Die Appliances sind mit vier Gigabit-Kupferports ausgestattet. Sie übernehmen auch wichtige Funktionen einer sogenannten Next-Generation-Firewall, zum Beispiel die Applikationskontrolle und die Verwaltung des Datenverkehrs. Barracuda Networks gibt einen Firewall-Durchsatz von 800 MBit/s, einen VPN-Durchsatz von 100 MBit/s und einen IPS-Durchsatz von 100 MBit/s an. 8000 gleichzeitige Sessions sind möglich.

Zusätzlich können Barracuda-Firewalls auch Teil eines Hochverfügbarkeits-Clusters sein: Die primäre Einheit steuert den Traffic und die Security-Funktionen im Netzwerk, die sekundäre Einheit wartet im Hot-Standby, um im Falle eines Ausfalls die Aufgaben zu übernehmen.

“In jeder zweiten Firma sind Ausfälle des Netzwerks auf eine fehlerhafte Administration der Firewall zurückzuführen”, ergibt eine Umfrage Barracudas unter mehr als 100 US-Firmen, mit der der Zusammenhang zwischen Benutzerfreundlichkeit, Firewall-Konfiguration und Sicherheitslücken untersucht wurde. Die neue Firmware soll diese Probleme verhindern. Mit den enthaltenen Assistenten lässt sich festlegen, wie der Datenverkehr innerhalb der Netzwerke und Verbindungen verläuft.

Die Systeme lassen sich laut Hersteller in wenigen Minuten in Betrieb nehmen. Das gilt auch für mehrere Netzwerke und Uplinks mit Link-Balancing. Der Assistent für die Systemeinstellungen hilft bei der korrekten und schnellen Aktivierung der wesentlichen Firewall-Funktionen.

Die Hardware-Plattformen X100 und X101 sind ab 999 Euro netto (1188,81 Euro brutto) erhältlich. Das Update-Programm kostet jährlich 199 Euro (plus Mehrwertsteuer). Für weitere 199 Euro pro Jahr kann ein schneller Austauschdienst gebucht werden. Dieser Service umfasst den Austausch defekter Hardware und kostenfreien Ersatz von Komponenten, die mehr als vier Jahre alt sind.

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