Apple erlaubt im App-Store nun auch alte App-Versionen

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Apple Appstore Logo (Grafik: Apple)

Ob sie verfügbar bleiben, kann der Entwickler entscheiden. Er kann aber erneute Downloads älterer Programmversionen auch deaktivieren. Die Hoffnungen mancher Anbietern auf eine auf frühere Versionen eingeschränkte Update-Möglichkeit, scheinen sich allerdings nicht zu erfüllen.

Apple hat neue Richtlinien für Apps vorgestellt. Entwickler erhalten die Möglichkeit, ältere Versionen ihrer Programme weiterhin anzubieten.

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Wörtlich heißt es: “Frühere Versionen Ihrer Apps stehen nun für erneute Downloads durch Anwender bereit, die sie bereits gekauft hatten. Dadurch können Kunden Ihre Apps weiter auf älteren Geräten nutzen, die die aktuelle Version Ihrer App vielleicht nicht mehr unterstützt. Wenn Sie solche Versionen nicht verfügbar halten wollen, können Sie dies im Bereich für ‘Rechte und Preise’ des Moduls ‘Ihre Apps verwalten’ in iTunes Connect einstellen.”

Bereits vor drei Tagen hatte ein Nutzer auf Reddit gemeldet, Apps für ältere iOS-Versionen könne man nun erstmals weiterhin herunterladen. Die Neuerung erfolgte im Zuge der Freigabe von iOS 7.

Allerdings entsteht dadurch ein Fragmentierungsproblem: Ältere App-Versionen können mittlerweile behobene Fehler aufweisen. Indem Apple die Entscheidung darüber, ob sie verfügbar bleiben sollen, den Entwicklern überlässt, bürdet es ihnen auch die Verantwortung für entstehende Probleme auf.

Entwickler wie Paragon Software aus Freiburg hatten sich in der Vergangenheit schon über die Restriktionen im App Store beschwert. Wenn nämlich gemäß Apples bisherigen Richtlinien Apps, die nicht mehr aktiv zum Verkauf stehen, komplett aus dem App Store entfernt werden, “bedeutet das für tausende von Anwendern, dass sie ohne ordentlichen Support für schon erworbene Apps auskommen müssen. Apples iTunes-Connect-System verbietet den Entwicklern die Aktualisierung ihrer Software – das bedeutet Frustration für Nutzer, denn unter Umständen sind ihre Apps nicht mehr zu dem OS, das auf ihrem iPhone läuft, kompatibel.”

Allerdings scheint der Wunsch, Apps für ältere OS-Versionen aktualisieren zu können, nicht erfüllt zu werden. In der iOS Developer Library ist eine solche Möglichkeit nicht vorgesehen. Entwickler können veraltete Anwendungen lediglich zurückziehen oder zurückgezogene erneut in den Verkauf bringen. Vom Einreichen neuer Apps speziell für alte iOS-Versionen ist nirgends die Rede.

Aktuell ermöglicht Apple außerdem ein Downgrade des eigentlichen Betriebssystems, indem es die Firmwareversionen iOS 6.1.3 und iOS 6.1.4 noch signiert. Wem also Gestaltung und Funktionen von iOS 7 nicht zusagen, kann seine Entscheidung rückgängig machen. Wie lange diese Option erhalten bleibt, hat Apple nicht mitgeteilt. Wie das Downgrade funktioniert, haben die Kollegen von ZDNet ausführlich erklärt.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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