Adobe kündigt Digitalstift für iPads an

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Mighty und Napoleon - Zeichenwerkzeuge für das iPad (Bild: Adobe)

Mit Mighty bietet Adobe einen Digitalstift für Apples iPad sowie erste Apps dafür an. Dem Stift könnte auch ein digitales Lineal folgen. Eine Hardware-Firma will Adobe aber nicht werden.

Mighty und Napoleon - Zeichenwerkzeuge für das iPad (Bild: Adobe)
Mighty und Napoleon – Zeichenwerkzeuge für das iPad (Bild: Adobe)

Adobe will in Zukunft auch Hardware anbieten und präsentiert als ersten Vorgeschmack den Digitalstift Mighty. Der Stift für iPads wurde erstmals im Mai gezeigt – damals handelte es sich allerding um einen Prototypen, der inzwischen weiterentwickelt wurde.

Via Bluetooth verbindet sich Mighty mit dem Tablet und gibt taktile Rückmeldungen beim Zeichen. Beispielsweise kann er der Software übermitteln, wie viel Druck mit dem Stift ausgeübt wird.

Auch mit Adobes Creative-Cloud-Service kann sich der Digitalstift verbinden. Somit lässt sich zum Beispiel ein Farbschema oder Elemente importieren, die in eine virtuelle Zwischenablage kopiert wurden. Zusätzlich wurden zwei neue iOS-Apps, Parallel und Contour, angekündigt mit denen man den Stift nutzen kann. Adobe will mit einem SDK Entwicklern die Möglichkeit geben, ihre eigenen Apps für die Hardware zu programmieren.

Das digitale Lineal Napoleon könnte dem Digitalstift Mighty folgen. Neben geraden Linien soll es auch Formen erzeugen können.

Nur vorsichtig steigt Adobe ins Hardware-Geschäft ein. Mighty wurde zum Beispiel zusammen mit dem Spezialisten Adonit entwickelt. “Wir machen gerade die Menge Hardware, die es braucht, um eine bessere Softwarefirma zu sein”, sagte Adobe-Manager Michael Gough. “Wir haben keine Absicht, eine Hardwarefirma zu werden.”

Adonit selbst hat auf der IFA 2013 einen Tablet-Stift mit den Namen Jot Touch 4 präsentiert. Integrierte Buttons können wie die Tasten einer Maus genutzt werden. Anders als Mighty lässt sich der Stift von Adonit auch mit Android-Tablets nutzen.

Die Verbindung von Stiften und digitaler Technologie scheint aber nicht nur Adobe zu begeistern. Zum Beispiel hat das Start-up Lernstift einen Stift entwickelt, der bei Fehlern vibriert. Er soll so insbesondere Kindern beim Schreibenlernen helfen.

Auch Digitalstifte, die ohne Tablet auskommen und zum Beispiel auf Papier gemachte Aufzeichnungen digital speichern und teilweise sogar ansatzweise bearbeiten können, erleben eine Renaissance. Wie sich diese Geräte bei der Handschriftenerkennung schlagen, hat ITespresso im Juni dieses Jahres in einem Praxistest erprobt.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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