Microsoft verbessert Bing optisch und technisch

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Der Software-Konzern hat seine hauseigene Suchmaschine nicht nur optisch aufgefrischt, sondern auch deren Leistungsumfang erweitert. Bestehende Funktionen wurden überarbeitet und neue hinzugefügt.

Mehr als ein Suchfeld” lautet das Motto, unter dem Microsoft seine Suchmaschine Bing mit neuem Design und Logo aufgehübscht und auch technisch ein Update verpasst hat. So wartet Bing nun mit überarbeiteter Snapshot-Technologie auf. Mit “Page Zero” und “Pole Position” wurden zudem zwei bisher nicht verfügbare Funktionen implementiert.

Neues Logo von Microsoft Bing

In Deutschland werden die neuen Funktionen laut einer Vorschauseite “in den kommenden Wochen” nach und nach Einzug halten. Im Augenblick findet sich dort nur das Versprechen, der Anwender erhalte “Einblicke” statt “Linklisten”.

Bei “Page Zero” handelt es sich um eine Variante der Predictive Search, die Microsoft in Bing verbaut hat: Gibt der Nutzer einen Begriff in die Suchmaschine ein, so erscheinen neben den gewohnten Vorschlägen zur Autovervollständigung auch bereits Informationen zu dem gesuchten Ausdruck, zum Beispiel Nachrichten, Bilder oder Videos. Microsoft-Designer Lawrence Ripsher erklärt dieses Konzept folgendermaßen: “Wenn Sie zum Beispiel Katy Perry eintippen, wissen wir schon vor dem Drücken der Eingabetaste, was Sie suchen, geben Ihnen eine kleine Vorschau, wer das denn ist, und schlagen weitere häufige Suchanfragen zu der Sängerin vor.”

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Wie bing.com soll auch bing.de in den kommenden Wochen aussehen Screenshot (News.com).

Neu ist in Bing zudem ein Feature namens “Pole Position”. Diese Bezeichnung rührt daher, dass der Anwender noch vor den eigentlichen Suchergebnissen eine Leiste mit den mutmaßlich gewünschten Informationen erhält. Voraussetzung hierfür ist, dass der eingegebene Suchbegriff auch präzise genug ist. Möchte sich der Nutzer beispielsweise über das Wetter an einem bestimmten Ort informieren, wird ihm direkt unter der Suchmaske eine Zusammenfassung der aktuellen Wetterlage und der der kommenden Tage angezeigt. Microsoft verdeutlicht dies mit einem eigenen Screenshot.

Nicht mehr ganz so aktuell ist dagegen die “Snapshots”-Technologie. Sie wurde bereits im vergangenen Jahr eingeführt. Hierbei werden dem Suchenden karteikartenartige Basisinformationen, etwa zu Personen, Orten und Bauwerken, angezeigt. Diese Funktion hat Microsoft jetzt allerdings mit der “Sidebar” kombiniert, die – ähnlich wie Googles Knowledge Graph – suchrelevante Informationen von Freunden aus Sozialen Netzwerken präsentiert. Sucht man also nach einer Sehenswürdigkeit, und ein Bekannter hat sie schon einmal in einem Status-Update oder Tweet erwähnt, weist Bing darauf hin.

Außerdem neu ist das Logo von Bing, das Microsoft wortreich erklärt. Kurz gesagt ist es jetzt nicht mehr rund, sondern kantig und dreieckig. Bei den Farben bleibt es aber bei Weiß sowie Beige-Orange (siehe oben).

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Desktop-Suchanteile weltweit für August 2013 (Bild: Netmarketshare)

Das neue Logo war auch durch die Anpassung an Office und Windows 8.1 nötig geworden, wo sich die Suchtechnik von Bing integriert findet. Mit dieser Strategie hofft Microsoft, zu Google aufschließen zu können. Denn Googles Suche wickelte im August 2013 laut Netmarketshare fast 71 Prozent aller Suchanfragen weltweit ab. Bing kam auf 5,4 Prozent und lag somit hinter dem chinesischen Angebot Baidu (15,8 Prozent) ebenso wie hinter Yahoo (6,7 Prozent).

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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