Hybridrechner HP Elitebook Revolve 810 im Test

HP versucht sich – so wie die Mitbewerber auch – an mehreren Notebook-Tablet-Mischungen. Das Elitebook Revolve 810 ist ausdrücklich als Business-Rechner konzipiert. Es schlägt sich insgesamt wacker – trotz einiger Schwächen.

von Manfred Kohlen 0

HPs Elitebook Revolve 810 hängt offenbar noch an der alten Vorstellungen fest, dass Business-Geräte teurer sein müssen als Systeme für Privatanwender: Die Testkonfiguration (Core-i5-3437U, 128 GByte SSD) in HPs eigenem Shop wird zu einem Preis von 1769 Euro angeboten. Selbst in Preisvergleichsdiensten waren erste als “lagernd” gekennzeichnete Modelle mit dieser Ausstattung immer noch für 1539 Euro im “Angebot”. Viele andere Hybridgeräte kommen mit ähnlicher Technik und Konstruktion (mit Dreh- oder aufsteckbaren Bildschirmen) zu günstigeren Preisen. Selbst Apples neuestes Gerät ist billiger.

HP EliteBook Revolve 810

HPs EliteBook Revolve 810 greift das Designkonzept klassischer Notebook-Tablet-Hybriden auf (Bild: CNET).

Das ThinkPad Twist etwa ist schon ab 799 Euro zu haben, auch das IdeaPad Yoga 11S kostet weniger und auch das ThinkPad Helix ist bezahlbar. Der deutlich höhere Preis des Revolve ist trotz SSD, von Gorilla Glass 2 geschütztem Touchscreen und vPro-Prozessor nur schwer zu erklären und zu schlucken.

Das Revolve 810 steht auf Augenhöhe mit Microsofts Surface Pro, Lenovos IdeaPad Yoga 11S und weiteren Geräten der Top-Klasse. Es ist nicht wie viele Geräte auf dem Markt ein wandelbares Tablet mit eingebautem Notebook, sondern eher andersherum ein Notebook, das sich zum Tablet umfunktionieren lässt. Dieses ist dann zwar etwas massig, doch es fühlt sich in allen “Zuständen” robust und zuverlässig an. Das Convertible kommt zwar nicht mit dem neuesten, stromsparenden Haswell-Core-Prozessor und erreicht gerade mal fünf Stunden Batterielaufzeit, doch ansonsten zeigt es sich rundherum solide.

Die Hülle besteht aus einer robusten Magnesiumlegierung mit Soft-Touch-Oberflächen. Mit Vibrations-, Fall-, Staub- und Temperaturtests will HP das Gerät durchgetestet haben, wagt sich aber nicht zu behaupten, es sei so resistent wie klassische Ruggedized-Systeme. Dennoch fühlt sich das Revolve 810 stabiler an als die meisten Standard-Notebooks.

Der Bildschirm ist an einem einzelnen zentralen Scharnier befestigt und kann um 180 Grad gedreht und dann wieder auf den Korpus des Geräts geklappt werden. Die ganze Konstruktion ist etwas komplexer als beispielsweise beim IdeaPad Yoga, dessen Display man einfach komplett an die Unterseite klappt. Sie bietet aber auch mehr Flexibilität, denn durch beliebige Drehung kann man zum Beispiel auf die Schnelle Kollegen etwas zeigen, ohne dass dabei das Keyboard im Weg ist.

HP EliteBook Revolve 810 Lenovo ThinkPad Helix Sony Vaio Pro 11 Lenovo IdeaPad Yoga 11S
Marktpreis (lagernd) ab 1539 Euro 1515 Euro (direkt beim Hersteller) ab 1057 Euro ab 899 Euro
Display 11,6 Zoll, 1366 x 768 Pixel, Touchscreen 11,6 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, Touchscreen 11,6 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, Touchscreen 11,6 Zoll, 1366 x 768 Pixel, Touchscreen
Prozessor Intel Core i5-3437U, 1,9 GHz Intel Core i5-3427U, 1,8 GHz Intel Core i5-4200U, 1,6 GHz Intel Core i5-3339Y, 1,5 GHz
Arbeitsspeicher 4 GByte, DDR3, 1600 MHz 4 GByte, DDR3, 1600 MHz 4 GByte, DDR3, 1600 MHz 8 GByte, DDR3, 1600 MHz
Grafik Intel HD Graphics 4000, 32 MByte dediziert Intel HD Graphics 4000, 32 MByte dediziert Intel HD Graphics 4400, 1748 MByte shared Intel HD Graphics 4000, 32 MByte dediziert
Festspeicher SSD, 128 GByte SSD, 128 GByte SSD, 128 GByte SSD, 256 GByte
Netzwerk WLAN (802.11b/g/n), Bluetooth 4.0 WLAN (802.11b/g/n), Bluetooth 4.0 WLAN (802.11b/g/n), Bluetooth 4.0 WLAN (802.11b/g/n), Bluetooth 4.0
Betriebssystem Windows 8 Pro (64 Bit) Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit)

Das kleine 11,6-Zoll-Convertible minimiert auch die Arbeitsfläche des Touchpads und die Größe der Handballenauflage auf das Notwendigste. Durch Verzicht auf Extratasten lässt sich die Tastatur immer noch sehr gut nutzen, der Tastenanschlag ist tiefer und besser als bei vielen Ultrabooks. Die eingeschränkt wasserfeste Tastatur verfügt zudem über kleine Kanäle am Boden, über die verschüttete Flüssigkeiten abgeführt werden können – auch das bietet nicht jedes Konkurrenzprodukt.

HP-EliteBook-Revolve-810

Das 11,6-Zoll-Gerät ist für ein derart kleines Convertible ziemlich hoch geraten – die Bauhöhe liegt bei etwa zwei Zentimetern (Bild: CNET)

Mit knapp 1,4 Kilogramm ist das Revolve leichter als Lenovos ThinkPad-Modelle Helix 11 und Twist und genauso schwer wie das Lenovo IdeaPad Yoga 11S – aber schwerer als das 11-Zoll-MacBook-Air von Apple und Microsofts Surface Pro. Und mit einer Bauhöhe von rund zwei Zentimetern ist es im Vergleich überraschend dick; statt eines “luftigen” Gefühls vermittelt es eher ein robustes.

Auch das Display wirkt eher klobig, denn trotz guter Darstellung und hohen Einblickwinkeln zeigt es gerade mal 1366 mal 768 Pixel an und nicht die Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten wie etwa das Sony Vaio Pro 11, das ThinkPad Helix und das Surface Pro, das die höhere Auflösung sogar auf nur 10 Zoll unterbringt.

Fazit

Das grundsolide “Arbeitstier” HP Elitebook Revolve 810 ist zwar nicht das energieeffizienteste, dünnste oder hübscheste Convertible auf dem Markt, doch es ist robust und fühlt sich komfortabel an. Der kompakte Rechner ist ein zuverlässiger Businessbegleiter. Er enttäuscht allerdings beim Preis und der Akkulaufzeit.

Den ausführlichen Test finden Sie auf der ITespresso-Schwestersite CNET.de.

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